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NWZonline.de Region Bremen

Hoffnung für bedrohte Riffe

28.06.2016

Bremen Was beeinflusst den Fischreichtum in den Korallenriffen der Tropen? Das wollten internationale Forscher wissen und untersuchten mehr als 2500 Riffe in 46 Ländern. So sammelten sie viele Daten, die sie in einer Studie zusammenfassten und in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten. Auch Dr. Sebastian Ferse, Forscher am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen, ist Mitautor dieser Studie.

Die Ergebnisse könnten Grundlage für neue Lösungen zum Schutz von Korallenriffen sein. Für ihre Forschungen rund um den Äquator wurden „Riffabschnitte mit einer Leine abgesteckt und Anzahl und Art der Fische in dem Bereich unter Wasser dokumentiert“, so Ferse. Er zählte in Nord-Sulawesi, Indonesien, wo die Riffe zu den artenreichsten der Welt gehören. Gezählt wurden unter anderem ökonomisch wertvolle Arten wie Lippfische, große Riffbarsche und Papageienfische.

Zusätzlich erhoben die Forscher Daten über Bedingungen vor Ort. Ergebnis: Die Fischbiomasse der meisten Riffe lässt sich laut ZMT anhand der Größe und Erreichbarkeit des nächsten Fischmarktes, der Transportinfrastruktur und der wirkungsvollen Durchsetzung von Managementregeln erklären.

Vor allem Riffe in den Salomonen, Teile von Indonesien, von Papua Neuguinea und dem Inselstaat Kiribati gehören zu den „Lichtblicken“: Dort habe es mehr Fisch gegeben, als die Forscher angesichts der Bevölkerungsdichte vor Ort, der Armut und schlechten Umweltbedingungen erwartet hatten, so Ferse.

Die Standorte zeichneten sich unter anderem dadurch aus, dass die Küstenbewohner in das Fischereimanagement eingebunden werden oder sich jahrhundertealte Fischereitraditionen etabliert haben, heißt es. Positive Standorte fielen auch dadurch auf, dass die Menschen stark von marinen Ressourcen abhängig sind und es kaum alternative Einkommensquellen gibt.

Ferse plädiert dafür, die lokale Bevölkerung in das Fischereimanagement einzubeziehen. „Wenn Menschen vor Ort beispielsweise Besitzrechte an den Riffen hätten, könnten sie selbst kreative Ansätze entwickeln, um einem zu erwartenden Fischschwund entgegenzuwirken“, so der Erstautor der Studie, Prof. Josh Cinner.

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