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NWZonline.de Region Bremen

Immer mehr Musiklehrer arbeiten auf Honorarbasis

21.01.2016

Bremen Die Lehrer der öffentlichen Musikschule sind zunehmend auf Honorarbasis angestellt. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Bremer Musikschule ist in 18 Stadtteilen aktiv.

Etwa 3000 Schüler bekommen Einzel- oder Gruppenunterricht. Seit 2005 hat sich die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter von 79 auf 49 reduziert, die Zahl der Honorarkräfte stieg im gleichen Zeitraum allerdings von 56 auf 90.

Aus der Antwort des Senats geht hervor: Zwei Drittel des Unterrichts werden von Honorarkräften geleistet, überwiegend Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Dies stößt bei den Linken auf Kritik: „Wer als junger Mensch in Bremen Musiklehrer werden will, darf sich von vornherein auf prekäre Beschäftigung und Hangeln von Honorarvertrag zu Honorarvertrag einstellen“, sagt Miriam Strunge, die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Sie fordert eine „Einstellungsoffensive“ mit mehr Festanstellungen.

„Der politische Wunsch, möglichst viele Schüler zu unterrichten“, gehe auf Kosten der Lehrer, sagte Musikschulleiter Andreas Lemke. Seit 2003 wurden die Honorare der Lehrkräfte nicht mehr erhöht, sie belaufen sich auf 20 bis 26 Euro. Die Anstellung auf Honorarbasis führe aber noch nicht zu einer Fluktuation der Musiklehrer, sagt Lemke. Der Austausch mit Kollegen, Fortbildungen und der Kontakt zu Verbänden mache die Musikschule für viele Lehrer zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Außerdem sei der „Markt sehr eng“. Vor allem in Großstädten mit eigenen Musikhochschulen gebe es ein Überangebot an lehrenden Musikern. Zwar sei bei der Ausstattung der öffentlichen Musikschule noch „Luft nach oben“, die Qualität des Unterrichts leide aber nicht unter den Honorarverträgen.

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