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NWZonline.de Region Bremen

1. Mai: Innenstadt ist für die NPD tabu

13.04.2011

BREMEN Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bremen hat seine traditionelle Kundgebung am 1. Mai auf dem Domshof auf 9 Uhr vorgezogen und spricht damit wohl eher Frühaufsteher an. So soll eine Überschneidung mit der Blockade des geplanten Aufmarsches der NPD vermieden werden.

„Die Kollegen sollen sich nicht entscheiden müssen: Gehe ich zur Kundgebung oder stelle ich mich den Rechten in den Weg“, sagte gestern die DGB-Vorsitzende Annette Düring, als das „Keinen-Meter“-Bündnis die Blockadeaktionen vorstellte.

Plan geändert

Aus dem gleichen Grund wurde auch die Richtung des vom DGB angemeldeten Sternmarsches gegen Rechte verändert: Ursprünglich sollten fünf Züge aus Walle, Schwachhausen, der Neustadt, dem Steintor und der Stresemannstraße in die City laufen und dort am Mittag zusammentreffen. Nun soll der Domshof als Sammelpunkt dienen, die Züge dann zwischen 10 und 11 Uhr stadtauswärts laufen.

Hintergrund ist, dass das Stadtamt alle Aufzüge der NPD in der Innenstadt verboten hat, die City ist also für die Rechten tabu. Deshalb wollen sie nun in Außenbezirke ausweichen, vermutlich in den Bremer Osten. Dazu will das „Keinen-Meter“-Bündnis nicht zu spät kommen: „Entscheidend ist, den Nazis im Weg zu stehen“, sagte Norbert Schepers von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Er und Düring betonten die breite Basis der Aktionen. Unter den 93 Mitgliedern des Bündnisses sei auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), aber auch andere „gutbürgerliche Kreise“ gehörten dazu. „Das ist keineswegs nur das linke Spektrum“, betonte Düring.

Kein Mietvertrag

Derweil bestätigte die Immobiliengruppe Grother, dass das Geschäft „Sportsfreund“ in der Faulenstraße Ende April schließen wird. Der Mietvertrag sei nicht verlängert worden. Der Verfassungsschutz hält das Geschäft für einen Treffpunkt von Rechtsextremen, als solcher gilt auch sein Besitzer.

„Wir freuen uns sehr und werten das auch als Erfolg der ,Ladenschluss-Aktivitäten‘“, sagte Ines Hillmann von der Stephani-Initiative. Doch das Problem rechter Szeneläden in Bremen sei damit „nicht aus der Welt“.

Zum einen sei der Auszug des „Sportsfreunds“ aus der Faulenstraße nicht gleichbedeutend mit einer Geschäftsaufgabe, zum anderen gebe es noch zwei weitere rechte Geschäfte in Bremen.

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