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NWZonline.de Region Bremen

972 Ideen im Handy gespeichert

12.11.2019
Frage: Nach ein paar Preview-Shows zu „Echte Gefühle”: Wie kommt das neue Programm an beim Publikum?
Atze Schröder: Ich habe gemerkt: Es geht den Menschen tatsächlich eher um das Echte, um Gefühle. Das ist ein Thema, das den Zeitgeist trifft. Es ist doch alles nur noch gefakt, nichts mehr echt.
Frage: Haben Sie ein Beispiel?
Schröder: Jetzt habe ich ein Shampoo entdeckt. „Für langes, verführerisches Haar” stand darauf. Wir werden doch von morgens bis abends nur belogen. Alles ist nicht echt – und da sind wir noch gar nicht bei Instagram angekommen, wo überall ein Filter über die Bilder gelegt wird.
Frage: Um welche Gefühle geht’s im neuen Programm? Und wer bekommt sein Fett weg?
Schröder: Es geht wie immer viel um Partnerschaften, lange Partnerschaften, ein wahrer Fundus. Und um Kinder – echte Liebestöter. In jedem Hollywoodfilm ist ein Kind die Krönung der Liebe. In Wahrheit ist es aber der größte Prüfstein. Boris Becker habe ich auch wieder herausgekramt mit seinen 61 Millionen Euro Schulden. Das bedeutet auch: Jeder ist 61 Millionen Euro reicher als Boris Becker.

Zur Person

Über den Mann hinter der Kunstfigur „Atze Schröder“ ist kaum etwas bekannt. In Öffentlichkeit und Medien will der Darsteller seinen echten Namen nicht genannt, private Fotos ohne Perücke nicht abgebildet wissen.

Der Ruhrpott-Comedian hat seine eigene, fiktive Biographie: Demnach hat Atze am 27. September seinen 54. Geburtstag gefeiert. Geboren wurde er als Thomas Schröder in Essen.

Weitere Stationen im Lebenslauf: Jugendmeister im Kunstturnen, Ausbildung zum Tanzlehrer, ein paar Semester Soziologie an der Uni, bevor er Mitte der 90er Jahre Stand-up-Comedian wurde.

Bekannt wurde Atze Schröder unter anderem durch die Comedy-Sendung „Quatsch Comedy Club“.

Mit seinem neuen Programm „Echte Gefühle“ ist Atze Schröder am Donnerstag, 20. Februar 2020, in Halle 7 auf der Bürgerweide zu Gast. Beginn: 20 Uhr.

Frage: Woher stammen die Ideen zu „Echte Gefühle”?
Schröder: Ich mache Beobachtungen und speichere sie in meinem Handy. (Atze guckt in seinem Smartphone nach) 972 Ideen sind es aktuell. Zum Beispiel habe ich beobachtet und notiert: „Paare, die sich gegenseitig öffentlich schlecht machen.”
Frage: Wird die Kunstfigur “Atze” eigentlich älter und woran merkt er das?
Schröder: Ich bin ja jetzt Mitte 50 und gehe zur Vorsorge. Da hat man eine recht große Fallhöhe. Außerdem spreche ich heute langsamer. Vor 20 Jahren habe ich noch viel zu schnell gesprochen, sagt auch mein Manager. Heute verstehen die Leute deshalb viel mehr Gags.
Frage: In welcher Hinsicht hat sich Ihr Job im Laufe der Zeit verändert?
Schröder: Meine Themen sind mittlerweile näher dran am Leben der Menschen. Früher war ich schneller, lauter, plakativer. Heute finden sich die Menschen wieder in dem, was ich auf der Bühne sage.
Frage: Sie stehen rund zwei Stunden als Alleinunterhalter auf der Bühne. Wie bereiten Sie sich vor?
Schröder: Ich habe einen Zettel mit Eckpunkten, den ich mir vor dem Auftritt noch einmal anschaue. So versuche ich, möglichst unfallfrei von A nach B zu kommen. Es muss aber auch nicht alles immer wortwörtlich gleich sein. Ich habe viel im Kopf, weil ich alle Nummern zumindest mitgeschrieben habe. Beispielsweise erzähle ich unter dem Stichwort „Peinlichkeiten”, wie ich bei der Stadtverwaltung im Aufzug stehe und furze. Ich sehe mein Programm in Bildern, gehe gedanklich von Raum zu Raum. In den aktuellen Preview-Shows muss ich noch die Dramaturgie der Bilder und die Reihenfolge hinbekommen.
Frage: Wie viel Anstrengung kostet es, Ihre tatsächliche Identität geheimzuhalten?
Schröder: Das ist nicht besonders aufwendig. Da ich privat ein zurückhaltender Mensch bin, ist das keine große Herausforderung.
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