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NWZonline.de Region Bremen

Belebung Der Innenstadt: Traum vom „City Center“ in Bremen geplatzt

24.07.2015

Bremen Das geplante „City Center“ in der Bremer Innenstadt wird nicht gebaut. „Die Verhandlungen mit dem portugiesischen Projektentwickler sind gescheitert“, teilten am Donnerstag Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Andreas Heyer, Chef der Bremer Wirtschaftsförderung (WFB), mit. Schuld sei die aktuelle „schwierige Marktlage“ im Bremer Einzelhandel.

Günthner und Heyer zeigten sich „enttäuscht“ von der Entscheidung des portugiesischen Projektentwicklers Sonae Sierra, kein Kaufangebot für den Lloydhof und das Brill-Parkhaus abzugeben. Neben den neuen Erkenntnissen zur Lage von Versorgungsleitungen im Baugrund, die Anpassungen des bisherigen Baukonzeptes erforderlich gemacht hätten, habe sich die Einzelhandelslandschaft in der Bremer Innenstadt während des Vergabeverfahrens „massiv“ verändert.

Günthner sprach am Donnerstag von einer „toxischen Marktlage“ und meinte damit vor allem die bislang unklare Situation der beiden „Großen“ in der Bremer City, Karstadt und Kaufhof sowie den Umstand, dass das Hamburger Unternehmen ECE sein Engagement am Rand Bremens (Beispiel Weserpark) ausweitet. Günthner: „Offensichtlich hatte der Investor massive Zweifel, dass ein solches Projekt derzeit marktgängig“, heißt: rentabel ist.

Vor etwa sieben Jahren hatte es erste Beschlüsse zum Vorhaben gegeben. Seitdem habe sich die Einzelhandelslandschaft massiv verändert, so Günthner. Um ein entsprechendes Projekt für Investoren attraktiv zu machen, hatte die WFB den Lloydhof vor zwei Jahren für 23,8 Millionen Euro gekauft. „Bis an die Schmerzgrenze“ von 20 Millionen Euro sei man dem Investor beim Kaufpreis für Lloydhof und Parkhaus entgegengekommen. Diesen Betrag aber war Sonae Sierra offensichtlich nicht bereit zu zahlen.

Aktuelle Planungen für ein neues Vergabeverfahren kommen für Günthner und Heyer derzeit nicht in Frage: „Solange die Entwicklung in der Innenstadt nicht zu einem erkennbaren Ende gekommen ist und sich die Grundsatzfrage nicht gelöst hat, macht eine Entwicklung des Ansgarikirchhofs keinen Sinn“, so Günthner. „Die Zeichen stehen auf ‚Halt‘.“

Der Lloydhof gehört der WFB. Trostlose Atmosphäre und gähnende Leere prägen hier das Bild. Aktuell sei er zur Hälfte vermietet, so Heyer, und trage sich – mindestens bis Ende 2017 – durch die Mieteinnahmen in Höhe von rund einer Million Euro selbst. Bis dahin sei Zeit, „etwas auszuprobieren“.

Bis zum Herbst wollen die Akteure ein Konzept erarbeiten, wie der Lloydhof attraktiver werden soll. Die Kosten für das bisherige Planungs- und Vergabeverfahren schätzt Heyer grob auf einen sechsstelligen Bereich.

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