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NWZonline.de Region Bremen

Juristin Aulepp führt die Bremer SPD

02.05.2016

Bremen Die SPD in Bremen hat sich neu aufgestellt. Die Bürgerschaftsabgeordnete Sascha Karolin Aulepp wird in den nächsten zwei Jahren die Partei führen. Sie wurde am Sonnabend beim Parteitag im BLG-Forum (Überseestadt) mit 87,4 Prozent der Delegiertenstimmen zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.

„Ich bin glücklich und stolz“, sagte die Juristin, die erst seit 2015 in der Bürgerschaft sitzt. Im BLG-Forum war sie die einzige Kandidatin, nachdem sie sich zuvor in einer Mitgliederbefragung klar gegen Mustafa Güngör durchgesetzt hatte. Ex-Vulkan-Chef Friedrich Hennemann (79) hatte das Quorum von 20 Delegiertenstimmen für eine Initiativkandidatur verpasst.

Sascha Aulepp ist die dritte Frau an der Spitze der Bremer SPD seit 1949. Die Jugendrichterin ist verheiratet, Mutter zweier Kinder (zehn und 18 Jahre) und lebt seit 25 Jahren in Bremen. Sie war von 2005 bis 2008 Referentin im Büro des damaligen Bürgermeisters Jens Böhrnsen (SPD). Ihre Tätigkeit als Richterin am Amtsgericht Bremen ruht für die Zeit der Mandatsausübung. Die Gewerkschafterin ist seit 2005 SPD-Mitglied.

Aulepp hat sich mehr soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben sowie den „entschiedenen und lautstarken Kampf“ gegen Rechts. „Die Populisten von der AfD spielen sich als Vertreter der kleinen Leute auf, hetzen gegen Flüchtlinge und Ausländer auf widerliche, völkische und rassistische Art und Weise“, sagte die 45-Jährige. Da müsse die SPD inhaltlich gegenhalten.

Glückwünsche bekam Aulepp auch von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), der seine Partei an der Weser selbst als Landeschef von 2004 bis 2006 führte. Die Menschen in Bremen und Bremerhaven erwarteten, dass die SPD der stabile Faktor sei. Die rot-grüne Koalition, die in Bremen bereits in dritter Legislaturperiode regiert, trage eine sozialdemokratische Handschrift.

Der Parteitag gedachte auch des am 21. April im Alter von 87 Jahren gestorbenen ehemaligen Bremer Regierungschefs Hans Koschnick. Ein Banner neben dem Rednerpult zeigte ein schwarz-weißes Koschnick-Porträt. Der scheidende SPD-Vorsitzende Dieter Reinken, der nach zwei Jahren nicht mehr zu Wahl antrat, erinnerte an die klare Haltung, die Koschnick stets an den Tag gelegt habe. „Nie belehrend, nie von oben herab, nie anbiedernd, sondern auf Augenhöhe.“

Am Mittwoch werden zu einer Gedenkfeier und einem Staatsakt für Koschnick etwa 1 000 Gäste im Bremer Dom erwartet.

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