Bremen/Bremerhaven - Nach der vollständigen Übernahme von Karstadt für einen symbolischen Euro durch den österreichischen Investor René Benko herrscht auch in Bremen Skepsis über die Zukunft der Warenhäuser. Sie ist einmal mehr ungewiss.
Fast 1000 Beschäftigte arbeiten in den Karstadt-Filialen in Bremen und Bremerhaven sowie im Bremer Sporthaus des Unternehmens, sagte am Freitag der Bremer Einzelhandelsverbandschef Wolfgang Brakhane. Vom Bremer Karstadt-Haus war urlaubsbedingt keine Stellungnahme zu bekommen.
Brakhane zeigte sich skeptisch, schließlich sei Benko ein Immobilieninvestor, nicht aber ein Fachmann für Warenhäuser. Wichtig für die Zukunft der Warenhäuser seien eine neue Struktur und ein „vernünftiges, tragfähiges Konzept“. Die Mitarbeiter hätten bereits ihren Teil beigetragen und auf Lohn verzichtet. „Jetzt ist wichtig, dass man ihnen schnell mitteilt, wie es weitergeht.“
René Benko ist bereits der zweite Investor innerhalb kurzer Zeit: Im Jahr 2010 hatte der deutsch-amerikanische Milliardär Nicolas Berggruen Karstadt übernommen.
Der Karstadt-Betriebsrat in Bremen zeigte sich wortkarg: „Wir geben dazu keine Stellungnahme ab“, so ein Betriebsratsmitglied gegenüber dieser Zeitung. Auch vom Bremerhavener Betriebsrat war keine Reaktion zu bekommen.
