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NWZonline.de Region Bremen

Karussells auf Osterwiese stehen still

01.04.2015

Bremen Die Schausteller auf der Bremer Osterwiese trifft es in diesem Jahr knüppeldick: Das erste Wochenende lief schon sehr bescheiden aufgrund des Regens. Am Montag begann der Rummel, der vor allem Familien anspricht, aufgrund des Sturms mit zweistündiger Verspätung und zog auch dann nicht gerade Massen von Besuchern an. Und am Dienstag machte Sturmtief „Niklas“ der Osterwiese komplett einen Strich durch die Rechnung.

Aus Sicherheitsgründen blieb der Markt auf der Bürgerweide geschlossen. Das entschied das Stadtamt. Windstärken von 11 und 12 waren zuviel des Guten. Die CDU kam am Nachmittag mit einer Idee, um den arg gebeutelten Schaustellern zu helfen: CDU-Kreisvorsitzender Jens Eckhoff, einst Bausenator, forderte das Innenressort auf, Karfreitag eine Sonderöffnung zu genehmigen.

Eigentlich drehen sich die Fahrgeschäfte am christlichen Feiertag nicht. Allerdings hat Bremen das Sonn- und Feiertagsverbot vor einigen Jahren gelockert. Vergnügungsveranstaltungen sind danach nur noch von 6 bis 21 Uhr verboten. Ausnahmen von der Regelung sind zulässig.

Eckhoff regte am Dienstag an, die Osterwiese am Karfreitag ab 18 Uhr zu öffnen. Den Schaustellern seien durch das schlechte Wetter und die Schließung wichtige Einnahmen entgangen. Um einen Einbruch der Besucherzahlen zu vermeiden, stellte Eckhoff „eine einmalige Ausnahme“ für Karfreitag in den Raum.

Dazu müssten die Schausteller einen Antrag stellen, über den das Innenressort entscheidet, wie Stadtamts-Leiterin Marita Wessel-Niepel auf Anfrage sagte. Gespräche unter den Marktbeschickern laufen, wie von Insidern zu erfahren war.

Die Stimmung unter den Marktleuten war am Dienstagmittag auf dem Nullpunkt. Zwischen das Prasseln der Regentropfen und den pfeifenden Wind mischten sich derbe Flüche. Kein Wunder, gab es doch bislang nicht einen einzigen Tag, der ernsthaft zu einem Osterwiesen-Bummel verleitet hätte. Statt die Buden und Fahrgeschäfte auf die Besucherströme vorzubereiten, musste alles gegen den Sturm gesichert werden.

Mehr als die Hälfte der Gondeln schraubten die Mitarbeiter am Riesenrad ab, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten. Nicht zu unrecht, das Ächzen der riesigen Stahlkonstruktion war nicht zu überhören. Tristesse auf der Bürgerweide allerorten: Zerstörte Osterblumenarrangements in umgekippten Kübeln, mit Spanngurten gesicherte Fahrgeschäfte und riesige Wasserpfützen prägten das Bild.

Ansonsten kam Bremen relativ glimpflich davon, auch wenn Polizei und Feuerwehr alle Hände voll zu tun hatten. „Wir sind ständig im Einsatz“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Zahlreiche umgestürzte Bäume, Verkehrsschilder, heruntergefallene Dachziegel und abgerissene Wahlplakate beschäftigten die Einsatzkräfte. Ein Autofahrer wurde leicht verletzt, als ein Baum auf seinen Wagen stürzte. Die Sielwallfähre musste ihren Betrieb zwischen Osterdeich und Café Sand einstellen, sagte ein Sprecher von „Hal över“.

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