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NWZonline.de Region Bremen

Kogge kommt in die Neustadt

31.01.2014

Bremen Die Kogge „Roland von Bremen“ soll am Freitag im Lauf des Tages in den Hohentorshafen geschleppt werden. Am Donnerstag wurde des Mast des Schiffes umgelegt, damit die Weserbrücken auf dem Weg in die Bremer Neustadt kein Hindernis sind.

Die spannende Frage war: Wird es funktionieren? Zunächst galt es, einen Elektromotor zu reinigen. Er treibt die Hydraulik an, die den Mast umlegt. Dieter Stratmann war an Bord der Kogge, um den Motor zu steuern. Stratmann ist Chef der Reederei „Hal över“, der das Schiff gehört.

Und siehe da – es hat geklappt. Wie in Zeitlupe senkte sich der Mast – mehr als 20 Meter hoch, knapp zehn Tonnen schwer – in Richtung Heck. Ganz so, wie es immer gemacht wurde, wenn die Kogge mal unter einer Brücke hindurchfahren musste.

Als die Arbeit vollbracht war, kam Prominenz an Bord: Wirtschafts-Staatsrat Heiner Heseler sprach mit Reedereichef Stratmann. Vor dem Umlegen des Masts war das Segel abgenommen worden. Und es wurde neben dem Elektromotor auch die 279 Kilowatt starke Hauptmaschine des Schiffs gereinigt – um zu sehen, ob der Motor noch läuft.

„Die Maschine funktioniert“, berichtete der leitende „Hal-över“-Mitarbeiter Harro Koebnick anschließend. Dennoch kann das Schiff nicht aus eigener Kraft fahren. Denn dazu ist noch mehr Technik nötig, und die ist noch nicht wieder einsatzfähig.

Warum kommt die Kogge in den Hohentorshafen? „Dort können wir sie aus dem Wasser holen – und dort ist auch eine Werft“, sagt Koebnick. Die Kogge muss ja repariert werden. Und: „Wir lassen sie professionell vom Schlamm reinigen.“ Der Nachbau der historischen Hansekogge von 1380 stammt aus dem Jahr 2000 – und war am Dienstag, wie berichtet, an seinem Liegeplatz an der Schlachte gesunken. Am Mittwoch tauchte die Kogge wieder auf, nachdem es gelungen war, Wasser abzupumpen.

Vor dem Untergang sei das Schiff in einem guten Zustand gewesen, sagte Koebnick. Im August vergangenen Jahres hatte das ein Sachverständiger für Traditionsschiffe in einem Gutachten bestätigt. Der Betrieb könne „ohne Einschränkungen erfolgen“. Der Zustand wird regelmäßig überprüft, um den gesetzlichen Bestimmungen für Schiffe zu entsprechen, auf denen Gäste transportiert werden.

Unterdessen begann die Feuerwehr am Nachmittag damit, die am Dienstag ausgebrachte Ölsperre wieder abzubauen. Das war mit harter körperlicher Arbeit verbunden. Es galt, schwere Halterungen aus dem Wasser zu ziehen – zum Teil auch per Seil und mit drei Mann von der Teerhofbrücke aus.

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