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NWZonline.de Region Bremen

Kraniche für den Frieden im Übersee-Museum basteln

08.08.2015

Bremen Vor 70 Jahren wurden Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Diesen Jahrestag nimmt das Übersee-Museum in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Bremen zum Anlass, einen „Friedenstag“ zu begehen.

Für diesen Sonnabend laden sie von 14 bis 18 Uhr zu einem Programm ein, das sich in unterschiedlicher Form mit den Themen Frieden, Krieg und Trauer befasst. Musik, zeitgenössischer Tanz, Origami, eine Trauer-Teezeremonie, eine Kunst-Performance, ein Vortrag, Führungen und ein Animationsfilm erwarten die Besucher. Der japanische Konsul Takao Anzawa wird den Friedenstag eröffnen.

„Wer 1000 Papierkraniche faltet, erhält von den Göttern einen Wunsch erfüllt“, heißt es in Japan, wie eine Sprecherin des Übersee-Museums sagt. Seit Sadako Sasaki nach dem Atombombenangriff auf Hiroshima mit dem Falten von Origami-Kranichen gegen ihre durch die Strahlung verursachte Leukämie anzukämpfen versuchte, sei der Origami-Kranich in Japan zum Symbol des Friedens und Widerstandes gegen Atomwaffen geworden. Daher sind die Besucher aufgerufen, am „Friedenstag“ Papierkraniche zu falten.

In der Arbeit des Tänzers und Body-Poeten Kazuma Glen Motomura nimmt die Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg einen wichtigen Stellenwert ein. Er stellt an diesem Sonnabend in seiner neuen Performance Bezüge zum Artikel 9, dem sogenannten Friedenspassus in der japanischen Verfassung, her.

In diesem Artikel ist der Verzicht Japans auf Krieg als ein souveränes Recht der Nation formuliert, so Museumssprecherin Cerstin Wille. Die Debatte in Japan um dessen Abschaffung wird Inhalt eines Vortrags von Dr. Ernst-Ulrich Junker, Verfassungsrechtler und Japan-Kenner im Auswärtigen Dienst, sein.

Der Flötist Dieter Weische spielt auf der japanischen Bambusflöte „Shakuhachi“ zwei kurze Konzerte. Der Japanische Tee Chado Club führt eine traditionelle Trauer-Teezeremonie durch. Die beiden Künstler Yoriko Seto und Carsten Dietz lassen mit der traditionellen schwarz-weiß Tuschemalerei „Sumi-e“ in zwei Kunstperformances Bilder entstehen. Zudem gibt es Führungen zum Thema Menschenrechte.

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