Bremen - Läuft es im Sinne der Autobahnplaner, wird die Kreuzung, an der die Neuenlander Straße, Kattenturmer Heerstraße, Kornstraße und der Autobahnzubringer Arsten zusammenlaufen, im Zuge des Bauabschnitts 2.2 für die neue A 281 für vier bis viereinhalb Jahre zur Dauerbaustelle. Betroffen sind vor allem Pendler aus dem Umland.
Mit dem neuen Verbindungsstück soll das heutige Ende der Autobahn am Neuenlander Ring an den Zubringer zur A 1 angeschlossen werden. Dazu wird der 126 Meter lange Tunnel samt Trog komplett abgerissen und aus stadtauswärtiger Sicht leicht rechts von der ursprünglichen Lage neu gebaut. Hier wird das neue Autobahnteilstück einmünden. Der ursprüngliche Trog wird verfüllt, die Neuenlander Straße schrumpft zur zweispurigen Straße, soll je Seite einen Grünstreifen mit Bäumen, Rad- und Gehweg sowie Parkplätzen erhalten. Allerdings erst einmal auf einem Abschnitt, der von der Maßnahme direkt betroffen ist.
Etwa 50 000 Fahrzeuge rollen heute täglich über die Neuenlander Straße, nach der Umgestaltung sollen es nur noch 10 000 sein. „Wir rechnen mit 45 000 Fahrzeugen, die später die Autobahn befahren“, sagt Jörn Kück von der Gesellschaft Deges, die die Autobahn plant. Ab Mitte 2017 könnte der vielbefahrene Verkehrsknotenpunkt zur Großbaustelle werden. Das bringt starke Behinderungen mit sich. „Der Bereich bleibt trotzdem leistungsfähig“, ist sich Kück sicher.
Bislang sieht das Konzept fünf Bauphasen vor. Rund drei Jahre lang werde der Verkehr nur oberirdisch laufen, sagt Kück. So wird der Geradeausverkehr von und zum Autobahnzubringer jeweils auf bereits heute bestehenden Rampen an dem Bauwerk vorbeigeführt. Der Tunnel wiederum werde stückweise abgerissen. Später weiche der stadtauswärtige Verkehr von der Neuenlander Straße noch weiter über ehemals bebaute Grundstücke aus.
Nach Fertigstellung wird der Tunnel 162 Meter lang sein. Die Autobahn werde die wesentliche Verkehrsführung der Neuenlander Straße übernehmen, so Kück. Die bleibe insgesamt weitgehend erhalten: So können Autofahrer nach wie vor auf der Neuenlander Straße rechts und links abbiegen und geradeaus über die Kreuzung fahren.
Die Baukosten sind mit 143 Millionen Euro angesetzt. Erst einmal liegen die Unterlagen aus, haben Träger öffentlicher Belange und Bürger sechs Wochen Zeit, Unmut und Anregungen schriftlich zu äußern. Bis Ende 2016 könnte Baurecht geschaffen sein.
