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Verkehr nach Unfall auf A28 beeinträchtigt
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Aktualisiert vor 6 Minuten.

Zwischen Oldenburg Und Hatten
Verkehr nach Unfall auf A28 beeinträchtigt

NWZonline.de Region Bremen

Kritik an Haftbedingungen

13.11.2007

BREMEN Wochenlang kein Sport, Schimmelpilze in den Duschen, Milbenbefall auf den Zellen und zu wenig Personal, dessen durch Überlastung entstandener Frust sich an den Gefangenen entlädt. So schildert Kenan Kilic seine sechs Monate in der Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Oslebshausen. Seit einer Woche ist er wieder draußen. Mitgebracht hat er einen dreiseitigen handschriftlichen Beschwerdebrief, unterzeichnet von 100 Untersuchungshäftlingen.

Von „ständiger Unterbesetzung“ ist darin die Rede, was unter anderem dazu geführt habe, dass die U-Häftlinge kaum Sport treiben können. Etwa zehnmal in sechs Monaten, so schätzt Kilic, hätte er sich sportlich betätigen können. „Das ist zu wenig“, kritisiert der 32-Jährige, der wegen einer Schlägerei einsaß. Aber es mangele auch an der Hygiene. So hätten in seinen ersten fünf Knast-Monaten nur vier von acht Duschen funktioniert.

Weitere Kritikpunkte: Pakete von Angehörigen und gewaschene Kleidung würden den Gefangenen nicht zeitnah ausgehändigt, Gottesdienste könnten nicht regelmäßig besucht werden. Das Personal nimmt Kilic ausdrücklich in Schutz. Es sei Opfer der Sparpolitik und einer Anstaltsleitung, die sich der Probleme nicht annehme. „Die neue ist nicht besser als die alte.“

Diese Einschätzung teilt Knast-Personalrat Uwe Ballandis überhaupt nicht. Seit Silke Hoppe im August den alten Anstaltsleiter Manfred Otto abgelöst habe, könne er sich nicht mehr beschweren. Für das Personal habe sich die Lage merklich verbessert. Die Personalsituation sei nach wie vor eng, aber er habe die Hoffnung, dass diese sich noch etwas bessern werde. Allerdings könne er nachvollziehen, dass sich für die Gefangenen noch nicht viel geändert habe. „Das Essen ist noch so, wie es immer war, die Sanierungsmaßnahmen waren mehr als überfällig.“

Am Mittwoch sind diese Thema im Rechtsausschuss der Bürgerschaft. „Es ist bekannt, dass etwas passieren muss“, sagt der rechtspolitische Sprecher der SPD, Thomas Ehmke. Wann welche Verbesserungen umgesetzt werden, könne man erst sagen, wenn der Haushalt beschlossen sei.

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