Bremen - Unter dem Titel „Close to me - Berühren“ zeigen sechs Künstler aus fünf Ländern seit Sonntag in der Galerie im Park am Klinikum Bremen-Ost ihre Fantasien zu Nähe und Distanz in der zeitgenössischen Kunst.
Darunter seien Bildnisse voller Sehnsucht, romantische Begegnungen mit der Natur, aber auch Themen wie Isolation, Verstörung und Unnahbarkeit, sagt der Leiter der Galerie, Achim Tischer. Der Berliner Kunsthistoriker Uwe Goldenstein hat die Ausstellung organisiert, in der 50 Werke aus Dänemark, Italien, der Schweiz, Tschechien und Russland zu sehen sind.
Darunter sind Malereien, Fotografien und Skulpturen wie etwa Köpfe aus den Ateliers der Tschechen Josef Zlamal und Richard Stipl. Die Arbeiten des italienischen Malers Maurizio L’Altrella fallen durch schemenhafte Figuren auf, die wenig greifbar scheinen. Der Russe Alexander Zakharov steuert Öl-Miniaturen bei, die auf kleinstem Raum und per Lupe Entdeckungsreisen in die Natur ermöglichen.
„In unserer Gegenwart scheint der unmittelbare Kontakt von Mensch zu Mensch immer weniger eine Rolle zu spielen“, sagt Tischer. Die Kommunikation funktioniere mehr und mehr über Smartphones und Computer, Gefühle würden in die Sphären des Digitalen ausgelagert. „Diesem Phänomen gehen die Künstler auf den Grund.“
Die Ausstellung ist bis zum 13. November zu sehen.
