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NWZonline.de Region Bremen

Lilienthaler Rat bremst die Bahn aus

19.03.2009

BREMEN Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) ist stinksauer. Er spricht von „Wortbruch“ und von einem „groben Verstoß gegen gutnachbarschaftliche Beziehungen“. Was Loske entsetzt, ist der Beschluss des Lilienthaler Gemeinderats, die Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 von Borgfeld über die Landesgrenze bis zum Falkenberger Kreuz zu kippen. In einer Sondersitzung sprach sich der Rat der Nachbargemeinde am Dienstagabend mit 13 zu zwölf Stimmen gegen die Straßenbahn aus. Eine Mehrheit aus CDU, FDP und einem parteilosen Ratsherrn bremste die Bahn aus – gegen den Willen von Bürgermeister Willy Hollatz (Grüne) und dem Landtagsabgeordneten Axel Miesner (CDU). Letzterer ist zugleich Ratsherr in Lilienthal. Er stimmte als einziger CDU-Mann für die Linie 4. Für Hollatz hat Lilienthal eine „einmalige Chance“ vergeben. 90 Prozent des Straßenbahnbaus hätten EU, Bund sowie Niedersachsen und Bremen bezahlt. Doch der verbleibende Rest war der Ratsmehrheit zu

hoch. In Bremen erntet die Wümme-Gemeinde nur Kopfschütteln. Für Raimund Kasper (SPD) ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar, der CDU-Baupolitiker Dieter Focke hat kein Verständnis für das Votum seiner Parteifreunde. Der Bremer Grünen-Chef Andre Heinemann sagt, ein „nachhaltiges und zukunftsfähiges Projekt“ sei zerplatzt. „Lilienthal hat eine gewaltige Entwicklungschance verpasst“, heißt es bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Die bisherigen Planungskosten seien mit der Gemeinde abgerechnet worden. „Da ist nichts offen“, sagt BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer. Auch neue Fahrzeuge seien bislang nicht bestellt worden.

Bausenator Loske will unverzüglich neue Gespräche suchen. Er habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass „die Vernunft nach Lilienthal zurückkehrt“.

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