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NWZonline.de Region Bremen

Architektur: Markenzeichen mit Geist der 20er Jahre

05.06.2012

BREMEN Was prägt die Sögestraße? Ihr Markenzeichen mögen die bronzenen Schweine des Bildhauers Peter Lehmann (1921 bis 1995) sein, markante Bauwerke der Straße aber lagen in der Hand zweier bremischer Architekten – Heinrich Wilhelm Behrens (1873 bis 1956) und Friedrich Neumark (1876 bis 1957).

Von 1907 bis 1935 bildeten die beiden eine Architektengemeinschaft und bauten etliche Büro- und Geschäftshäuser in Bremen – darunter den Sitz der Reederei DDG „Hansa“ (Martinistraße, heute: Handelskrankenkasse), das Arbeiteramt der Werft AG „Weser“ (heute: „Lichthaus“, Gröpelingen) und das Kaufhaus Karstadt, errichtet 1931/32. Das große Bauwerk, das seit 2010 unter Denkmalschutz steht, hat zwar die Adresse Obernstraße 5–33, ragt aber weit in die Sögestraße hinein.

Ihm gegenüber liegt (mit der schönen Adresse Sögestraße 1) das Haus des früheren Juweliergeschäfts Brinckmann & Lange – aus dem Jahr 1928 und ebenfalls ein Werk von Behrens und Neumark. Während das Kaufhaus mit seiner klar und rhythmisch gegliederten Fassade an New Yorker Wolkenkratzer erinnern sollte, entstammt auch das Haus Sögestraße 1 unverkennbar dem sachlichen Geist 20er Jahren. Gleichwohl setzt es einen anderen Akzent.

Es lehnte sich, so heißt es in der Denkmaldatenbank des Landeskonservators, „in Form und Material“ an das ursprünglich von Carl Eeg und Eduard Runge erbaute Nachbarhaus an. „Die beiden Bauten bilden heute, wie schon vor dem Zweiten Weltkrieg, eine zusammengehörige Gruppe.“ Und: „Über einen großen Arkadenbogen im Erdgeschoss erhebt sich jeweils eine schmale hohe Giebelfront mit modernisiert bremischer Motivik.“

Über den Passanten in der Sögestraße „schwebt“ an der Fassade des Hauses Nummer 1 eine expressionistische Figur – ein Goldschmied, der in die Betrachtung zweier überdimensional groß wirkender Ringe versunken ist. Es handelt sich um die letzte Arbeit des Bremer Bildhauers Engelhard Tölken (1882 bis 1928), von dem auch die vergoldeten Messing-Stadtmusikanten im Haus St. Petrus (Böttcherstraße) stammen.

Von Behrens und Neumark wiederum stammt ein weiteres Gebäude der Sögestraße – das ursprüngliche Seidenhaus Koopmann an der Ecke zur Knochenhauerstraße; errichtet 1910/11. Auch hier handelt es sich um ein repräsentatives und markantes Bauwerk. Die Fassade ist geschossübergreifend strukturiert.

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