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NWZonline.de Region Bremen

Betreuung: Mehr Hilfe für Alleinerziehende

05.07.2013

Bremen Mit der Forderung, die Situation von Alleinerziehenden im Land Bremen mittels einer „Bremer Vereinbarung“ zu verbessern, endete kürzlich die zweijährige Förderung des „Aktionsnetzwerks für Alleinerziehende“ durch das Bundesarbeitsministerium.

„Aber nicht nur mit schönen Worten“, sagte die Bremer DGB-Vorsitzende Annette Düring auf einem vom Bremer Arbeitssenator organisierten Fachtag, „sondern mit konkreten Zielzahlen und der Festlegung, wer in welchem Zeitraum was machen soll.“

Zu tun gibt es genug, wie aus den Beiträgen der anderen Diskussionsteilnehmer deutlich wurde. In Bremen, referierte Netzwerk-Koordinatorin Cordula Winkels aus dem Arbeitsressort, leben besonders viele Alleinerziehende.

Während im Bundesdurchschnitt jede fünfte Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil hat, ist es in Bremen jede dritte. 18 000 Alleinerziehende – in neun von zehn Fällen eine Frau – leben mit 27 000 Kindern. Zwei Drittel der Bremer Alleinerziehenden sind berufstätig, 30 Prozent von ihnen wiederum verdienen so wenig, dass das Jobcenter ihr Gehalt aufstockt. „Minijobs abschaffen“, forderte deshalb nicht nur Bremerhavens Frauenbeauftragte Anne Röhm.

Ein Problem sind die mangelhaften Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Fast jede zweite alleinerziehende Mutter in Deutschland hatte laut dem Mikrozensus 2011 Kinder unter zehn Jahren. Dass der Ausbau von Ganztagsgrundschulen in Bremen gerade gestoppt wurde sei ein „Riesenproblem“, so Winkels. Bremens Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe wies darauf hin, dass viele Familien mit den Ganztagsgrundschulen gerechnet hatten.

Eltern jüngerer Kinder gehe es trotz Rechtsanspruchs nicht besser, sagt Winkels, weil man im laufenden Kindergartenjahr nur mit sehr viel Glück einen Platz bekommt. Immer wieder gebe es Fälle, in denen jemand in einem Monat einen Job antreten könne – aber erst Monate später, zum Beginn des Kindergartenjahrs am 1. August, die Betreuung sicher hat.

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