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NWZonline.de Region Bremen

Messehalle wird zur Notunterkunft

25.03.2015

Bremen Eine Bremer Messehalle wird für bis zu 150 Flüchtlinge vorübergehend zum neuen Zuhause. In der 2100 Quadratmeter großen Halle 4.1 entstanden 30 Räume mit Platz für je vier oder sechs Flüchtlinge. Betreut wird die Notaufnahme von der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

In den nächsten Tagen sollten die ersten Familien und auch alleinstehende Männer einziehen, sagte AWO-Heimleiterin Larissa Meyer am Dienstag. Die Asylbewerber kommen aus Serbien, Albanien, Mazedonien und Syrien.

Handwerker und Helfer hatten zunächst noch mit der Einrichtung der Notunterkunft reichlich zu tun. Matratzen, Bettgestelle, Bettwäsche stapelten sich in den Kabinen. Waschmaschinen und Trockner wurden angeschlossen. Für Peter Rengel, Leiter der ÖVB-Arena und zuständig für den Messebau, war der Kabineneinbau Alltagsgeschäft: „Das haben wir auch schon bei ,Wetten, dass...?’ gemacht.“ Allerdings musste ein neues Beleuchtungskonzept mit einem abgedunkelten Nachtlicht eingebaut werden. „Wir hatten nie Menschen zur Übernachtung im Haus“, sagte Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen & ÖVB-Arena. „Das war nicht so einfach für uns.“

Die Kabinen sind mit Teppichboden ausgelegt, oben sind sie offen. „Das ist wegen der Sprinkler- und Belüftungsanlage in der Halle nicht anders möglich“, sagte Rengel. Toiletten und Waschbecken sind ausreichend auf der Etage vorhanden. Zum Duschen geht es die Treppe hinunter. Drei Duschcontainer mit je sechs Duschen sind in einem abgetrennten Bereich im Erdgeschoss eingerichtet. „Wir werden Duschzeiten einrichten“, sagte Meyer. „Wir wissen, dass Familien gerne gemeinsam duschen.“ Gegessen wird im Foyer vor der Halle. Dort stehen Tische und Stühle wie in einer Jugendherberge aufgereiht.

Auch für das Bremer Sozialressort ist eine Notaufnahme in dieser Art ein Novum. „Wir suchten nach schnellen Lösungen“, sagte Ressort-Sprecher Bernd Schneider. Mit der Messehalle kann die akute Notlage überbrückt werden. In den ersten elf Wochen seien fast 900 Menschen in Bremen angekommen, dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum 2014. Die Halle steht bis Ende April zur Verfügung, dann sind Kongresse geplant. Seit Anfang 2008 ist Bremen für rund 6000 Flüchtlinge eine neue Heimat geworden.

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