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NWZonline.de Region Bremen

SOZIALES: Mit einem kleinen Piks ein Leben retten

09.11.2009

BREMEN „Wir haben selbst Kinder. Wenn wir so etwas erleiden müssten, würden wir auch wollen, dass jemand hilft. Mehr als ein kleiner Piks ist das ja nicht.“ So skizziert Robert Schmidt seine und die Motivation seiner Frau Monika, zur Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) nach Walle zu gehen.

Einen Bezug zu den beiden betroffenen zweijährigen Kindern Milan und Kadir hätten Monika und Robert Schmidt nicht. „Man sieht das oft im Fernsehen“, sagt Robert Schmidt. Seine Frau Monika ist ein bisschen aufgeregt, als es losgeht. „Ich habe so etwas noch nie gemacht, auch kein Blut gespendet.“ Und dann ist es gar nicht schlimm. Genauso wie das Blutabnehmen beim Hausarzt.

Lange dauert die Typisierung nicht: Kontaktbogen ausfüllen, Angaben überprüfen, Blut abnehmen, fertig. Hier kann auch Geld gespendet werden. Jede Typisierung kostet 50 Euro und die DKMS ist auf Spenden angewiesen.

Wer am Sonnabend bei der Typisierungsaktion für Milan in der Vahr war, musste am Sonntag nicht noch mal nach Walle kommen. „Es ist eine Datei“, sagt Yasemin Aydin von DKMS. Alleine am Sonnabend waren 975 Menschen zur Typisierung gekommen. Da Milan polnischer und Kadir türkischer Abstammung ist, sollten besonders Personen mit demselben ethnischen Hintergrund angesprochen werden, dann sei die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung größer. Aber es sind auch viele Deutsche und Angehörige anderer Nationalitäten da.

„Gelebte Integration. Das ist ein tolles Mit- und Füreinander hier“, sagt Bärbel Ahrens, die vor fünf Jahren Gelegenheit bekam, Stammzellen zu spenden. „Ich musste mich um nichts kümmern. Ich bekam ein Hotelzimmer, Bahnfahrkarten und ich konnte mit meinem Verlobten fahren. Ich musste das nicht alleine machen. Und dann noch das gute Gefühl, helfen zu können.“ Bei ihr wurde eine „periphere Stammzellenentnahme“ gemacht. Fünf Tage lang bekam sie einen hormonähnlichen Stoff verabreicht, der das Stammzellenwachstum fördert. Dann wurden die Zellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt. Der Vorgang ist ambulant möglich.

Eine andere Möglichkeit ist die Knochenmarkentnahme. Hier werden dem Spender unter Vollnarkose etwa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Für zwei bis drei Tage bleibt der Spender im Krankenhaus. Verdienstausfälle übernimmt die DKMS gemeinsam mit der Krankenkasse.

www.dkms.de

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