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NWZonline.de Region Bremen

Bremer Neonazi tot in Mönchengladbach aufgefunden

21.09.2018

Mönchengladbach Der Tod eines polizeibekannten Rechtsextremen in Mönchengladbach hat für Aufregung gesorgt. Die Polizei hatte zunächst ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen. Die Obduktion ergab jedoch, dass der 32-jährige Bremer sich das Leben genommen hatte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

Bei dem Toten handelt es sich um einen polizeibekannten Rechtsextremen aus Bremen. Der 32-Jährige sei Mitbegründer des radikalen Bündnisses „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa), sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Mönchengladbach. Nach Angaben der „Bild“ und weiterer Medien handelt es sich um Marcel K. Er soll dem Bericht zufolge auch Musiker in der rechtsextremen Band „Kategorie C“ gewesen sein und als „Captain Flubber“ in der Szene bekannt.

Ein Passant hatte die Leiche des 32-Jährigen am Mittwochabend vor einem Museum gefunden. Sie wies Stichverletzungen auf. Daraufhin nahm eine Mordkommission die Ermittlungen auf. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei am Freitag mitteilen.

Rechtsextreme und Hooligans riefen für Donnerstagabend zu einem „Trauermarsch“ in Mönchengladbach auf. Die Polizei erwartete rund 500 Teilnehmer. „Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus, sind aber gut aufgestellt, falls es zu Störungen kommen sollte“, sagte eine Polizeisprecherin. Vor Bekanntwerden des Obduktionsergebnisses waren in sozialen Medien Spekulationen über ein vorsätzliches Tötungsdelikt laut geworden.

„Es macht mir große Sorgen, wenn ich nach dieser schrecklichen Gewalttat im Netz Aufrufe lese, nach Mönchengladbach zu fahren und den Mörder zu jagen“, sagte Hans Wilhelm Reiners in einem Statement auf Facebook. Der Oberbürgermeister von Mönchengladbach vertraue „auf unserer Polizei, die alles daran setzen wird, die Tat schnellstmöglich aufzuklären, und auf unseren Rechtsstaat, der Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen wird. Besonnenheit ist jetzt auf allen Seiten das Gebot der Stunde.“

Die Sorgen waren schlussendlich unbegründet: Der „Trauermarsch“ von Sympathisanten am Donnerstagabend verlief friedlich. Es habe „keinerlei Störungen“ gegeben, sagte ein Polizeisprecherin. Nach 19.30 Uhr habe die Veranstaltung sich aufgelöst.

Die Hogesa-Bewegung hatte besonders im Oktober 2014 für Schlagzeilen gesorgt, als sich bei einer Kundgebung in Köln Hooligans und Neonazis Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. Rund 50 Beamte wurden damals verletzt.

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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