Bremen - Designstücke im Wilhelm-Wagenfeld-Haus ansehen, sich im Hafenmuseum über die schwere Arbeit informieren, im Alten Pumpwerk unterirdische Einblicke gewinnen und im Universum Spaß bei Spielen haben – und das alles in einer Nacht und mit einer Eintrittskarte. Bei der „Langen Nacht der Museen“ ist das kein Problem. „Anders sehen“ lautet diesmal das Motto der Museumsnacht am Samstag, 20. Mai, von 18 bis 1 Uhr.

Insgesamt 24 Ausstellungshäuser öffnen ihre Türen und bieten ein abwechslungsreiches Programm für kleine und große Besucher. Zum ersten Mal nehmen auch sieben Institutionen im Bremer Norden teil. In Vegesack sind das Overbeck-Museum, das Heimatmuseum Schloss Schönebeck, das Geschichtenhaus und die „Havengalerie“ mit von der Partie.

Auch die Stiftung Haus Kränholm und die Galerie Birgit Waller mit dem Skulpturengarten in Lesmona und der Gedenkstätte „Bunker Valentin“ in Farge sind neue Ziele. Szenische Führungen, ein Open-Air-Konzert, Live-Musik, Dunkelführungen und vieles mehr können Besucher hier erleben.

Zurück in die Stadt: Die Weserburg auf dem Teerhof hat mehrere Künstlergespräche im Programm. Darunter sind John Isaacs, Marikke Heinz-Hoek und Farzia Fallah, die mit ihrer Kunst im Haus vertreten sind. Einen Blick von unten auf Bremen können Besucher im Alten Pumpwerk in Findorff werfen. „Die Stadt anders sehen“, heißt es dort, wenn es im unterirdischen Abwasserkanal in die verborgene Stadt geht.

Natürlich darf auch das Thema Reformation im Jubiläumsjahr nicht fehlen. Das Dom-Museum und drei weitere Häuser haben sich dazu einen eigenen Rundgang durch die Nacht überlegt: „Das Dom-Museum zu Gast“ heißt es im Gerhard-Marcks-Haus, dem Ludwig-Roselius-Museum in der Böttcherstraße und dem Wilhelm-Wagenfeld-Haus.

In der Gesellschaft für aktuelle Kunst (GAK) wird es wieder die „Kauf-Bar“ geben. Miniaturarbeiten Bremer Künstler stehen zu „erschwinglichen Preisen“ zum Verkauf. Die Städtische Galerie im Buntentor eröffnet die Ausstellung „Norden“. Gezeigt werden Gemälde zum Thema Landschaft, in denen sich vielfältig die norddeutsche Herkunft der drei befreundeten Künstler Thomas Hartmann, Hartmut Neumann und Norbert Schwontkowski widerspiegelt.

Die Museumsnacht umfasst Angebote für Familien und Kinder, musikalische, tänzerische und andere „bewegende“ Programmpunkte. Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert die Tanzinstallation „Bewegungslinien und Körperzeichnungen“ mit Tänzern des Steptext-Dance-Projects. Tänzerisch wird es auch in der „Kulturambulanz“ auf dem Gelände des Klinikums Ost (Züricher Straße 40).