Bremen - Normalerweise haben sie mit sensibler Technik im Autobau zu tun. Jetzt tauschten 39 Auszubildende des Bremer Mercedes-Werks ihre Arbeitsplätze in der Elektronik und Mechatronik gegen viel Natur ein – und jeder Menge Arbeit. Statt Autobaus stand der Bau eines Eselunterstandes auf dem Plan.

„Rekordverdächtige 39 Azubis des Mercedes-Werkes haben im Rahmen ihres einwöchigen Entwicklungsworkshops die praktische Teamarbeit auf der Dreptefarm kennengelernt“, freut sich Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Naturschutzbundes (Nabu) Bremen.

Mit Feuereifer machten sich die jungen Leute ans Werk. Diesmal stand z. B. die Erneuerung eines Eselunterstandes an. So war der alte Stall am ersten Tag nicht nur vollständig abgerissen, auch die neuen Stützpfosten standen am Abend schon. Dennoch machten die Azubis in den Folgetagen sogar manche Überstunde, um das hölzerne Dach noch vor dem großen Regen dichtzubekommen.

„Auch das gehört zur Arbeitswelt, nicht immer kann nach der Uhr gearbeitet werden“, so der Heimchef. Und weiter: „Doch die meisten waren auch über den Tag hinaus mit Einsatz klaglos dabei.“

Am Lagerfeuer diskutierte Hofmann mit den Ausbildungsmeistern schon engagiert die Baustellen des nächsten Jahres.