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NWZonline.de Region Bremen

Neue Technik sorgt für mehr Platz

19.07.2013

Bremen Die Reederei AG Ems aus Emden lässt ihr Fährschiff MS Ostfriesland auf dem alten Vulkan-Areal in Vegesack umbauen. Den Auftrag erhielt nach einer europaweiten Ausschreibung das Unternehmen Brenn- und Verformtechnik Bremen (kurz BVT). Die AG Ems investiert nach eigenen Angaben rund 13 Millionen Euro ins Projekt.

Die Emder setzen den Angaben zufolge als erste deutsche Reederei auf flüssiges Erdgas (LNG) als Brennstoff. Die Umrüstung der Auto- und Passagierfähre auf die LNG-Technik ist demzufolge ein Kernelement des Auftrags. BVT hat sich für eine Verlängerung der 1985 auf der Janssen-Werft in Leer gebauten Fähre durch einen Neubau des kompletten Achterschiffs entschieden.

„Das unerwartete Konzept hat uns überzeugt“, sagt Bernhard Brons, Vorstand der AG Ems. Der Neubau des Achterschiffs biete den bestmöglichen Raum für die neue Antriebstechnik, sagt Thorsten Rönner, einer der beiden Geschäftsführer der BVT. „So können wir den Anforderungen der Technik besser entsprechen, da der spezielle Tank eben auch einen besonderen Platzbedarf hat.“ Das Konzept sieht vor, das Achterschiff aus Stahl auf der BVT-Werft in Vegesack zu bauen und später in Bremerhaven die alte Fähre und die neue Sektion zusammenzuschweißen.

Durch das innovative Konzept soll die Werftzeit der Ostfriesland auf ein Minimum beschränkt werden, so dass sie schnellstmöglich wieder im Verkehr zwischen Emden und der Nordseeinsel Borkum eingesetzt werden kann. Durch die Umrüstung der Fähre auf LNG als Brennstoff soll die Umweltbelastung auf ein Minimum reduziert werden. „Wir gehen von einer Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 20 Prozent aus, Stick- und Schwefeloxide werden mehr als 90 Prozent reduziert und Feinstaub wird komplett entfallen“, ergänzt Brons.

Das völlig neue Maschinenkonzept basiert auf einem Diesel-Gas-Elektro-Antrieb („Dual Fuel“) mit drehbaren elektrischen Pods. Das wiederum sind zwei Doppel-Propelleranlagen, die für ein Höchstmaß an Manövrierfähigkeit sorgen und ihrerseits durch die Maschine mit Energie versorgt werden. „Wir setzen neue Maßstäbe im Bereich der Umweltfreundlichkeit“, fährt Claus Hirsch, technischer Inspektor der AG Ems, fort. Willkommener Zusatzeffekt: Die Fahrzeit der Fähre verringert sich um zehn Prozent. Das Achterschiff wird durch den erhöhten Platzbedarf für LNG-Brennstoff und Antriebsanlage um 15 Meter länger. Und dadurch gewinnt die Reederei zusätzliche Ladedeckskapazität von mehr als 20 Prozent. Auch unter Deck gewinnt man Raum für Fahrgäste und Gepäck, den größten Gewinn gibt es jedoch auf dem Oberdeck: „Wir haben künftig 75 Prozent mehr Plätze auf dem Sonnendeck“, sagt Brons.

Der Bau der Sektionen soll Mitte Januar 2014 abgeschlossen sein, um im April die Dockung des Fährschiffes vorzunehmen. Die Auslieferung des Neu-Umbaus ist für Juni 2014 geplant. Dann soll die MS Ostfriesland „als erstes mit LNG angetriebenes Seeschiff unter deutscher Flagge den täglichen Versorgungsverkehr zur Insel Borkum wieder aufnehmen“, heißt es. Und bis zu 1 200 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von 15,5 Knoten (etwa 30 km/h) über die Nordsee schippern.

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