Bremen - Der Spielemarkt boomt. Gesellschafts- und Brettspiele sind wieder im Trend. „Pro Jahr kommen 1200 bis 1300 neue Spiele auf den Markt“, sagt Andreas Ebert. Er ist bei der Volkshochschule Bremen Leiter des Fachbereichs Politik und Gesellschaft.

Und Ebert ist der Erfinder, Macher und Cheforganisator der „Bremer Spiele-Tage“. Die zehnte Auflage steht am 4. und 5. März im Bamberger-Haus der VHS an der Faulen-straße auf dem Programm. Bis zu 3500 Besucher werden zu dem „Gesellschaftsspiele-Event mit Neuheiten, Turnieren, Table-Top und Flohmarkt“ erwartet. Gespielt wird in 30 Räumen auf drei Etagen. „Das ist fast zu wenig Platz“, sagt Ebert.

Aber nur fast. Charakteristisch für die „Bremer Spiele-Tage“ sei eine „besondere familiäre Atmosphäre“, betonen Besucher, die zum Teil aus ganz Deutschland und auch aus der Schweiz anreisen. Auch Spieleverlage und die Autoren der Spiele zieht es nach Bremen. Sie präsentieren und erklären die Neuheiten der Saison. Zu den Stammgästen zählt der Bremer Spieleerfinder Friedemann Friese („Fabelsaft“, „Funkenschlag“).

Ebert ist nach eigenen Angaben ein „regelmäßiger Spieler“. Er bevorzugt komplexe Strategiespiele. Vor allem solche, in denen alle Spieler bis kurz vor Schluss noch die Chancen haben zu gewinnen. Sein Favorit heißt „Agricola“ von Uwe Rosenberg.

Die Regale in der VHS sind gut gefüllt. Und noch längst sind nicht alle Pakete mit den Neuheiten ausgepackt, die die Verlage an die Weser schicken. Die Neuheiten sind ein Schwerpunkt der „Bremer Spiele-Tage“. Es gibt aber auch Räume fürs „freie Spiel“, wo auch Klassiker wie „Monopoly“ auf den Tisch kommen. Und es gibt eine Etage für „Bewegungsspiele“. Unter anderem wird „Novus“ aufgebaut, ein neues Spiel aus Lettland – laut Ebert „eine Art Mini-Billard mit Scheiben“.

Einen Spieleflohmarkt gibt es. Und zehn Turniere, von denen neun Meisterschaften sind. Auf dem Programm stehen unter anderem „Siedler von Catan“, „Einfach Genial“, „Qwirkle“ und „Stone Age“. Für einige Turniere stehen Restplätze zur Verfügung.

Die „Bremer Spiele-Tage“ öffnen am Samstag, 4. März, von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag, 5. März, von 10 bis 18 Uhr. Ein Tagesticket kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ein Wochenendticket 7,50 Euro. Kinder zahlen 1,50 bzw. 2,50 Euro, Familien 9,50 bzw. 15,50 Euro.