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NWZonline.de Region Bremen

„Observieren keine Schulen“

28.03.2014

Bremen Das Schulzentrum Walle ist um Schadensbegrenzung bemüht. Von Salafisten unter den dortigen Oberstufenschülern war zunächst in der Boulevardpresse die Rede. „Demokratiefeindliche, radikal-fundamentalistische“ Äußerungen einer Handvoll Schüler, die darauf schließen ließen, dass sie den Salafisten zuzuordnen seien, wurden zitiert.

Rund 300 davon soll es in Bremen geben, auch in der Nähe des Schulzentrums Walle, im „Kultur & Familien Verein“ (KUF) in Gröpelingen, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Prediger der Vereins-Moschee stehen im Verdacht, sich für die Errichtung eines Gottesstaates stark zu machen. „Ob es aber ein Problem am Schulzentrum Walle gibt, können wir nicht sagen – wir observieren keine Schulen“, heißt es bei der Bremer Innenbehörde.

Das sei auch nicht nötig, sagt Schulleiter Matthias Möller: „Es sind an unserer Schule Sprüche einzelner Schüler gefallen, die radikale Tendenzen aufweisen, aber ob es sich bei ihnen um Salafisten handelt, weiß niemand.“ Die Schülersprecher Arna Erdogan und Gizem Albay sind überzeugt: „Es gibt hier keine radikalen Islamisten. Wir alle sind doch jung, da fallen auch mal dumme Sprüche.“ Beide fürchten um den guten Ruf: „Wir nehmen den Auftrag ,Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage‘ sehr ernst.“

Das sieht auch Bremens Bildungssenatorin Eva Quandte-Brandt (SPD) so, die am Donnerstag an einer Versammlung der Schule in Walle teilnahm, um sich selbst ein Bild zu machen. „Diese Schule ist richtig gut aufgestellt“, sagte sie anschließend und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Schülervertretung.

Ganz so begeistert gibt man sich bei der Innenbehörde nicht. Dass die Schule vor zwei Jahren einen Islamwissenschaftler des Verfassungsschutzes eingeladen hat, um einen Vortrag zu halten, sei unbedenklich gewesen, sagt Behördensprecherin Rose Gerdts-Schiffler: „Das war eine informative und präventive Veranstaltung, die es an vielen Schulen gibt.“ Allerdings habe sich die Schule erst vor zwei Wochen an eine „Kontaktbeamtin“, also eine Polizistin gewandt, damit die einmal nach dem Rechten schaue: „Die Beamtin hat ihre Erkenntnisse dem Staatsschutz mitgeteilt. Und das wird sie nicht ohne Grund getan haben“, sagte Gerdts-Schiffler. Noch gebe es allerdings keine Ergebnisse.

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