Bremen - Stiernackige und tätowierte Rocker, die aufeinander einprügeln und Stadtteile in Angst versetzen: Bis vor wenigen Jahren war das ein wiederkehrendes Bild in deutschen Großstädten.

Bremen war über Jahre besonders betroffen und hat 2010 begonnen aufzuräumen. Dabei konnte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) aber oft genug nur auf Hilfskonstruktionen setzen. Das Vereinsrecht bot den Hebel, „Hells Angels“ und „Mongols“ zu verbieten, über das Baurecht konnte das Clubhaus abgerissen werden. Noch 2011 hatte es blutige Straßenschlachten zwischen ihnen gegeben.

Was bleibt, ist die organisierte Kriminalität. „Allein das Vereinsverbot führt nicht dazu, dass sie aus dem Drogenhandel aussteigen“, sagte Mäurer bei einer Fachtagung am Donnerstag in Bremen. „Dass sie im Dunkelfeld weitermachen, wissen wir.“