• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Das Leben sollte ein Fest sein

26.07.2017

Bremen Dass sie einmal als eine der größten Künstlerinnen der Moderne in die Geschichte eingehen würde, davon hätte sie zeit ihres kurzen Lebens nicht zu träumen gewagt. Erst nach ihrem Tod wurde ihr die verdiente Anerkennung zuteil.

„Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig. Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives Fest”, schrieb sie 1900 in ihr Tagebuch. Tatsächlich starb Paula Modersohn-Becker bereits knapp sieben Jahre später mit nur 31 Jahren in Worpswede. Diese Zeilen aus ihrem Tagebuch gehören zu den bekanntesten, weil sie so häufig zitiert worden sind. Auch der Untertitel des Films „Paula – Mein Leben soll ein Fest sein”, der jüngst in den Kinos lief, bezieht sich auf eben jenes Zitat.

Aber zurück auf Anfang: Minna Hermine Paula Becker kommt am 8. Februar 1876 in Dresden zur Welt. Sie wächst in einem liberalen, aber nicht sonderlich wohlhabenden Elternhaus auf. Die Familie zieht später nach Bremen. Die Beckers wohnen in der Schwachhauser Chaussee 23 (heute Schwachhauser Heerstraße). In Gedenken an die Malerin heißt das Haus heute „Haus Paula Becker”. 1897 besucht die 21-Jährige im Rahmen eines Familienausflugs zum ersten Mal Worpswede und ist von der Landschaft sowie der dort ansässigen Künstlerkolonie tief beeindruckt. Ein Jahr später zieht die junge Frau dauerhaft in das Künstlerdorf vor den Toren Bremens.

Paula Modersohn-Becker war eine Pionierin der Moderne und hinterlässt rund 750 Gemälde, 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen. Das Paula-Modersohn-Becker Museum in der Böttcherstraße präsentiert ihre Werke.