Bremen - Wer in Bremen ins neue Jahr hineinfeiert, wird mehr Polizei als in die Vorjahren sehen. Insbesondere haben die Beamten die neuralgischen Punkte wie Discomeile, Hauptbahnhof und Viertel im Blick. Die Partygänger werden hier vor allem auf Polizisten in Uniform treffen. Denn die Taktik lautet: Präsenz zeigen, sagt Polizeisprecherin Franka Haedke.

Wie viele Beamte Bremen in der Silvesternacht genau im Einsatz hat, dazu wollte Haedke aus taktischen Gründen keine Angaben machen. Nur soviel: „Es werden mehr als in den Vorjahren sein.“

Aus Niedersachsen war bekanntgeworden, dass dort Silvester 20 bis 25 Prozent mehr Polizeibeamte im Einsatz sind. Während die niedersächsischen Nachbarn auch berichteten, dass sich ganz gezielt Beamte in ziviler Kleidung unters feiernde Volk mischen werden, ist Bremen da etwas zurückhaltender. Wie in den Vorjahren werde man zivile Beamte im Einsatz haben, sagte Haedke, ohne konkret zu werden.

Die Bremer Polizei hat bestimmte Orte verstärkt im Blick. Dazu gehören Innenstadt, Steintor- und Ostertorviertel, Sielwall, Hauptbahnhof, Schlachte und „Waterfront“ in Gröpelingen. Gerade an diesen Orten sollen mehr Streifenpolizisten zu sehen sein. Haedke: „Sie stehen hier bei Bedarf sofort als Ansprechpartner zur Verfügung.“ Aufgestockt wird auch die Zahl der Streifenwagen und der Revierkräfte, wie es heißt.

Im Steintorviertel wird es Silvester eine Halteverbotszone rund um die Sielwallkreuzung (Am Dobben, Sielwall, Ostertorsteinweg, Vor dem Steintor) von 18 Uhr bis Neujahr 8 Uhr geben.

Über das gesamte Stadtgebiet verteilt gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Dazu Haedke: „Gerade auch vor dem Hintergrund der vielen sexuellen Beleidigungen und Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015/2016 in sieben Städten im Bundesgebiet hat die Polizei Bremen für diesen Jahreswechsel zusätzliche Einsatzeinheiten aus dem Bereich der Kriminalpolizei in den Dienst gesetzt.“

Üblicherweise notiert die Bremer Polizei von Silvester bis zum frühen Neujahrsmorgen 400 bis 500 Einsätze über die Notrufnummer 110. Darunter waren bisher vorwiegend Diebstähle und Schlägereien.