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NWZonline.de Region Bremen

Prunkstück der Schau im Müll gefunden

20.01.2006

BREMEN BREMEN/WT - „Mit Hülfe einiger musikalischer Dilettanten“, so eine Quelle, ist 1803 Mozarts Requiem im Bremer Dom aufgeführt worden. Das hat die Domherren allerdings nicht daran gehindert, im selben Jahr „Einsparungen in der Kirchenmusik vorzunehmen“ und zwar derart, dass diese „nur noch an Festtagen erklingen darf“.

Diese Begebenheit ließ Professor Ernst Folz, den Präsidenten des Landesmusikrats, ein wenig schmunzeln. Denn er hatte in seinem Statement zur Eröffnung der Ausstellung „Mozarts Kirchenmusik“ im Treffpunkt Kirche erwähnt, dass die Politik zurzeit gerade über Streichungen in Höhe von 100 Millionen Euro – über fünf Jahre verteilt – an den Bremer Hochschulen nachdenke. Der Professor sagte, er könne sich „eine christliche Kirche ohne Musik nicht vorstellen“. Mozarts Werke hätten großen Anteil.

Mit dem Fachbereich Historische Musikwissenschaft der Universität, die unter Dr. Oliver Rosteck die Ausstellung konzipierte, habe man „eine kleine hochqualifizierte Institution, die in Deutschland Anerkennung“ genieße.

Das Prunkstück der Ausstellung kommt derweil aus dem „Archiv der Deutschen Musikpflege“: Der Erstdruck des Klavierauszugs von Mozarts Requiem von 1801. Es kostete einst dreieinhalb Gulden, ist heute nach Schätzung von Rosteck 3000 Euro wert. Er hatte es vor Jahren aus dem Müll einer städtischen Bibliothek gerettet.

Professor Klaus Bernbacher vom Mozartkreis verwies auf 60 Bremer Veranstaltungen im Mozart-Jahr, darunter die Ausstellung. Bis zum 25. Februar ist sie zu sehen im Treffpunkt Kirche (Klosterkirchenstraße) montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr.

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