Bremen - Ein Buch – vielleicht auch mehrere – reinstellen, dafür ein Exemplar zum Lesen mit nach Hause nehmen: Das ist die Idee des neuen Büchertauschhauses der „Bremer Leselust“ für Erwachsene im Lloydhof. Schon kurz vor der Eröffnung durch die Vorsitzende Ulrike Hövelmann tauschten am Dienstag die ersten Besucher eigene Schmöker gegen ihnen noch unbekannte Werke.
Schräg vor dem Stadtmusikantenhaus des „Leselust“-Vereins steht ein kleines, rund vier Quadratmeter großes Häuschen. Eine ehemalige Weihnachtsbude, die nicht wiederzuerkennen ist: Leuchtend rotes Dach, quietschgrüne Wände – ein unübersehbarer Hingucker.
„Wir wollen schließlich auch auf unser Geschäft aufmerksam machen, denn mit den Überschüssen aus den Verkäufen unterstützen wir die Leseförderung und Bremer Schulen“, so Ulrike Hövelmann.
Eine der ersten Besucher war am Dienstag Sabine Rausch. Die Leseratte hat die Regale der Tauschbörse mit ein paar Büchern aufgefüllt. Glücklich hält sie dafür jetzt die Romanvorlage von Abdel Sellou für den Kinofilm „Ziemlich beste Freunde“ in den Händen.
Vor allem inhaltlich qualitativ gute Bücher wünscht sich Ulrike Hövelmann für die Tauschbörse, deren Nutzung kostenlos ist. Deshalb schauen die Mitarbeiter die Regale im Häuschen regelmäßig durch.
Am Dienstag wartete unter anderem die „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder sowie „Das heitere Wilhelm-Busch-Hausbuch“ auf neue Leser. Geöffnet ist das Büchertauschhaus übrigens durchgehend. „Wir wollen das Haus möglichst gar nicht schließen“, so Hövelmann.
Im kommenden September feiert die „Leselust“ ihren zehnten Geburtstag in der ÖVB-Arena (Stadthalle) mit einem „Guinness“-Weltrekordversuch: Mehr als 1000 Menschen müssten sich dafür als Märchen- oder Romanfigur verkleiden.
