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NWZonline.de Region Bremen

Schaffer erleben „Gouda-Revolution“

11.02.2010

BREMEN Bei der 466. Schaffermahlzeit kommt es an diesem Freitag in der Oberen Rathaushalle zu einer Revolution. Nicht, dass auf einmal etliche Frauen zugelassen wären – doch spürbar ist die Änderung gleichwohl. Die 300 Teilnehmer werden sie schmecken können.

Zum ersten Mal nämlich wird mit dem Rigaer Butt und den Sardellen um 18.07 Uhr – der Zeitplan der Schaffermahlzeit ist punktgenau – nicht allein Chester- und Rahmkäse gereicht, sondern auch Gouda. „Ein Novum“, wie Christian Koopmann (Lampke GmbH & Co. KG), der Dritte Schaffer, sagt.

Niederländischer Bremer

Wie konnte es dazu kommen? Nun, der Erste Schaffer des Jahrgangs 2010 ist ein niederländischer Staatsbürger. Peter Hoedemaker (Vorsitzender der Geschäftsführung von Kaefer Isoliertechnik) sagt über sich selbst: „Ich bin ein niederländischer Bremer.“ Das Trio der kaufmännischen Schaffer, die die Schaffermahlzeit bezahlen, komplettiert Stephan Ilsemann (Heino Ilsemann GmbH, Habenhausen) als Zweiter Schaffer: „Ich bin ein echter Bremer.“

Peter Hoedemaker ist ein Jahr vorgerückt. Eigentlich war er als Erster Schaffer für 2011 vorgesehen. Doch dann trat der ursprünglich für dieses Jahr gewählte Erste Schaffer von seinem Amt zurück. So wurde nun – bei der Schaffermahlzeit gilt ein exakter Zeitplan auch für Dinge der Zukunft – ein neuer Erster Schaffer für 2011 gebraucht. Die Wahl fiel auf Otto Lamotte (Henry Lamotte Oils), den neuen Präses der Handelskammer. Die Generalversammlung der Stiftung Haus Seefahrt wählte zudem die kaufmännischen Schaffer für 2012. Es sind Landesbank-Vorstandschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, CTS-Eventim-Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg und Hylke Boerstra (Carl Büttner GmbH), der Honorarkonsul des Königreichs der Niederlande.

Keine Frauen an der Tafel

Doch zurück ins Jahr 2010. Der Gouda kommt auf den Tisch, die Frauen kommen aber noch immer nicht an die Tafel, die in der Oberen Rathaushalle in Form von Neptuns Dreizack aufgebaut wird. Partnerinnen von Schaffern und Ehrengästen verfolgen die Schaffermahlzeit (14.28 bis 22.15 Uhr) im Kaminsaal des Rathauses. Was die Männer so machen, sehen und hören sie via Videoschirm.

Doch Frauen mittenmang, wie der Bremer sagt? Michael Schroiff, Verwaltender Vorsteher der Stiftung Haus Seefahrt, die die Schaffermahlzeit veranstaltet und für die in der Oberen Rathaushalle Spenden gesammelt werden: „In diesem Jahr haben die kaufmännischen Mitglieder keine Damenvorschläge eingereicht.“ Angekündigt war das zwar mal, doch: „Zwischen Ankündigen und Tun gibt es ja noch Schwellen.“ Schroiff: „Es ist noch nicht so weit, dass wir eine generelle Öffnung für Damen an der Tafel hinbekommen.“

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