Bremen - Endspurt auf der Osterwiese: Nachdem die erste Woche durch Regen und Sturmtief „Niklas“ ordentlich ins Wasser fiel, hoffen Imbissbudenbesitzer und Schausteller auf die letzten drei Tage. Die erstmalige Öffnung zu Karfreitag seit Bestehen 1928 bezeichnen viele im Nachhinein als „wahren Segen“.
Es ist noch früher Nachmittag, als Charlotte Landsmann zusammen mit ihren Mitarbeitern ihren Fischimbiss auf Vordermann bringt. Die Auslage wird bestückt, alle Scheiben auf Hochglanz poliert. In weniger als einer Stunde wird die Osterwiese an diesem Donnerstag geöffnet, Charlotte Landsmann ist die Vorfreude bei mehr als 15 Grad im Schatten anzusehen.
Das war zu Beginn der traditionellen Großveranstaltung ganz anders: Viele Schausteller machten aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters und Sturmtief „Niklas“ tagelang lange Gesichter, von zahlungskräftigen Kunden war bis auf wenige Ausnahmen nichts zusehen. Viele Schausteller und Besitzer von Imbissbuden hoffen auf die letzten drei Tage, um die finanziellen Einbußen wenigstens zum Teil abmildern zu können.
„Dass die Osterwiese erstmals wieder am Karfreitag geöffnet hatte, war ein wahrer Segen. Ganz tolle Stunden – fürs Geschäft und für uns. Dieser Tag hat für einiges entschädigt“, sagt Charlotte Landsmann. Für die kommenden Tage könne man nur hoffen, sagt die Bremerin, die seit 40 Jahren auf der Osterwiese frischen Fisch verkauft. „Aber wir sind ja ein optimistischer Berufszweig.“
Andere Händler sehen das ähnlich, im Endspurt heißt es „ganz fest die Daumen drücken“. Die Chefin eines Konditorengeschäfts fasst es kurz und knapp zusammen: „Die Leute kommen, wir hoffen. Mehr können wir nicht tun.“
Die Osterwiese läuft noch bis Sonntag, 12. April. Die insgesamt 22 Fahr- und Belustigungsgeschäfte und 15 Kinderkarussells sind von 14 bis 23 Uhr geöffnet.
