Ein Kapitel, das im Jahr 1981 endete. Mit der „Gröpeln“ verkehrte damals zum letzten Mal eine Weserfähre zwischen Woltmershausen, Walle und Gröpelingen. Der Berufsverkehr in den Hafen hatte abgenommen“, sagt Eike Hemmer vom Gröpelinger Verein „Kultur vor Ort“. Nun aber soll der Fährverkehr wieder in Schwung kommen – angeschoben unter anderem durch „Kultur vor Ort“.
Am Sonntag, 16. September, organisiert der Verein mit allerlei Kooperationspartnern den „Bremer Fährtag 2007“. Dieter Stratmann („Hal över“) stellt den Nachbau der Bremer Hansekogge, die „Roland von Bremen“, zur Verfügung. Ab 11 Uhr steuert die Kogge vom Pier 2 aus das Lankenauer Höft, den Molenturm und die Alte Feuerwache in der Überseestadt an. An allen vier Stationen gibt es Programmpunkte und Kunstaktionen – so kann in einem Schuppen in der Nähe des Molenturms eine Borgward-Sammlung besichtigt werden. Die letzte Abfahrt vom Pier 2 ist für 16 Uhr geplant.
Ziel des „Fährtags“ sei es, so die schöne Formulierung, die Perspektive für ein Bremer Wasserwegenetz zu „befördern“. Denn seit 1981 hat sich vieles verändert. An der Schlachte hat Bremens Innenstadt sich der Weser wieder zugewandt. Und dann ist da noch die wachsende Überseestadt. Vor allem die vielen Arbeitsplätze nähren die Hoffnung auf einen wieder wachsenden Berufsverkehr in die ehemaligen Hafenreviere.
Obendrein gibt es noch eine touristische Perspektive: Vor diesem Hintergrund plant Dieter Stratmann von „Hal över“ das Projekt „Waterbus“ – einen schnellen und staufreien Schiffs-Pendelverkehr von Innen- und Überseestadt samt Europahafen bis zur „Waterfront“, dem früheren „Space Park“. Bei Großveranstaltungen wird das Weser-Stadion einbezogen. Auch ein Verbundticket mit der Bremer Straßenbahn AG ist angedacht.
