Bremen - Ein 18 Jahre alter Schüler des Schulzentrums Utbremen hat sich beim Entzünden von selbst gebasteltem Sprengstoff im Unterricht erhebliche Schnittverletzungen zugezogen. Ein Mitschüler wurde leicht verletzt, wie die Polizei gestern berichtete.
Den Angaben nach hatte der 18-Jährige aus Huchting zu Hause nach einer Internetanleitung diverse Chemikalien zu einem explosiven Stoff zusammengemischt. Das Pulvergemisch nahm er am Mittwoch in einem Kunststoffgefäß mit zur Schule, um die Wirkung im Chemieunterricht zu testen.
An seinem Arbeitsplatz, so eine Polizeisprecherin, zündete er das Pulver mit einem Feuerzeug an. Daraufhin kam es zu einer Explosion. Dabei zog sich der Schüler eine Schnittwunde über dem Auge und Platzwunden an den Fingern zu. Ein Mitschüler, so die Sprecherin, erlitt einen Kratzer am Rücken. Polizei: „Der 18-Jährige, der nicht mit der starken Sprengkraft seines Selbstlaborates gerechnet hatte, musste in ein Krankenhaus gebracht und behandelt werden.“
Bei einer Hausdurchsuchung stellten Polizeibeamte am Abend weitere Reagenzgläser des explosiven Pulvergemisches im Zimmer des Jugendlichen sicher. Gegen den 18-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
