[SPITZMARKE]BREMEN - BREMEN/JE - Die „Bremer Energiehaus-Genossenschaft“ ist jetzt als Energieversorgungsunternehmen angemeldet. Nur kleben sie noch immer in den Startlöchern – weil der Gasmarkt bislang nur theoretisch geöffnet ist.
Zum 1. Oktober wollte die „Bremer Energiehaus-Genossenschaft“ in Bremen günstiges Gas anbieten. „Wir hätten bis zu 10 000 Haushalte versorgen können“, sagt Vorstandsmitglied Wolfram Kaiser. Nur eben nicht zu günstigen Preisen – wegen der hohen Gasnetzentgelte. Die Bundesnetzagentur muss diese noch für die so genannte „wettbewerbsfähige Nutzung der Gastransportleitungen“ festlegen. Bis spätestens Anfang Oktober soll das geschehen, so Kaisers Vorstandskollege Jürgen Franke. Im April 2007 will die Genossenschaften den nächsten Anlauf zum Einstieg in den Bremer
Gasmarkt nehmen.
Die Energie-Genossenschaft hat jetzt „an die 500“ Mitglieder – Dank der swb AG. Die hat den Widersprüchlern gegen hohe Gaspreise neue Verträge
zugeschickt. Wenn sie diese nicht unterschreiben, werden sie mit teurerem Strom beliefert, heißt es. „Das Vorgehen treibt uns neue Mitglieder zu“, sagt Franke. Zum geplanten Neustart im April nächsten Jahres wollen Franke und Kaiser 1000 Genossen um sich geschart haben. Sie hoffen, dass die Nutzungsentgelte bis dahin um zehn Prozent gesunken sind. Genosse zu werden, kostet 100 Euro – 20 Euro für den Eintritt und 80 Euro für Genossenschaftsanteile.
