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NWZonline.de Region Bremen

Stammzellen von junger Bremerin retten Engländer

10.07.2013

Bremen Vor gut einem Jahr spendete die Bremerin Jasmin Graubner (22) Stammzellen für einen an Blutkrebs erkrankten Mann aus England. Da sie mit ihrem genetischen Zwilling in Briefkontakt steht, weiß Jasmin, dass der 53-jährige Brite gesundheitlich auf dem Weg der Besserung ist. „Das ist ein sehr schönes Gefühl!“ Auf einen Lebensretter hofft auch der an Blutkrebs erkrankte Sascha.

Sascha ist 29 Jahre alt, in Neubruchhausen bei Bassum aufgewachsen. In Syke hat er sein Abi gemacht, vor zwei Jahren zog er nach Bremen. Die Diagnose Blutkrebs hat ihn wie ein Schlag getroffen. Wer Sascha helfen möchte, kann sich am Sonnabend, 13. Juli, von 10 bis 16 Uhr in der Oberschule am Leibnizplatz in der Neustadt in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS ) aufnehmen lassen. Spender werden kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, sagt Bettina Steinbauer von der DKMS. Jede Typisierung kostet 50 Euro. Bereits am vergangenen Wochenende fand eine Typisierung für Sascha statt – 250 Menschen ließen sich in Bassum testen.

Jasmin Graubner hat sich 2009 bei der DKMS registrieren lassen, damals ging es um Hilfe für ein Mädchen aus der Stadt. Etwa drei Jahre später war es soweit: Jasmins Gewebemerkmale stimmten mit denen eines Patienten überein. „Als ich darüber von der DKMS informiert wurde, war mir im ersten Moment richtig mulmig“, gesteht die Bürokauffrau. „Auf einmal wusste ich gar nicht mehr so richtig, was jetzt auf mich zukommen würde. Ich habe mich dann informiert, auch von der DKMS wurde ich wirklich umfassend aufgeklärt. Für mich stand fest: Wenn ich einem Menschen die Chance zu überleben schenken kann, dann mache ich das!“

Nach einer umfassenden Voruntersuchung in der Entnahmeklinik gab man Jasmin ein Medikament mit, welches sie sich fünf Tage lang unter die Haut spritzte. Dieser körpereigene hormonähnliche Stoff stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden.

Nach der Spende erfuhr Jasmin, dass es sich bei dem Empfänger ihrer Stammzellen um einen etwa 50-jährigen Engländer handelt. Anonyme Briefwechsel folgten, die ganze Familie des Briten war dankbar. „Es geht ihm gut, und das zu wissen, ist ein unglaublich schönes Gefühl. Ich hoffe, wir finden bald die Gelegenheit, uns persönlich kennenzulernen“, sagt Jasmin.

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