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NWZonline.de Region Bremen

Sturmgewehr im Kofferraum gefunden

21.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-21T08:45:51Z 280 158

Prozessbeginn In Bremen:
Brutale Räuber hatten Sturmgewehr im Kofferraum

Bremen Sie sollen versucht haben, einem Mann 30.000 Euro zu stehlen – und sind laut Anklage dabei äußerst brutal vorgegangen. Seit Montag müssen sich zwei Angeklagte (28 und 34 Jahre alt) vor dem Landgericht auch wegen schweren Raubes verantworten.

Der Prozessauftakt war von einem großen Polizeiaufgebot geprägt – und von der Frage, mit wem es das Gericht im Fall des 28-Jährigen wirklich zu tun hat. Er soll den Behörden unter mehreren Namen bekannt sein.

Laut Staatsanwaltschaft fanden Polizeibeamte im September vorigen Jahres unter anderem ein Sturmgewehr und eine Maschinenpistole im Kofferraum eines BMW, den die Ermittler den Angeklagten zuordnen. Die beiden Männer hätten damit – als „Teil einer Gruppierung, die sich zur Fortsetzung von Raub- und Erpressungsdelikten zusammengeschlossen hatte“ – ihren Forderungen Nachdruck verliehen.

Im August sollen die Angeklagten mit mindestens drei weiteren Personen ihr Opfer zweimal aufgesucht und 30.000 Euro erpresst haben. Unter Anwendung von Schlägen, Tritten und einem Messer hätten sie den Mann aufgefordert, ihnen das Geld zu geben. Als dieser sich wehrte, hätten sie seine Geldbörse gestohlen und ihre Forderung ein paar Tage später erneut mit Gewalt unterstrichen.

Zu Prozessbeginn machte nur einer der beiden Männer die obligatorischen Angaben zu seiner Person. Der 28-Jährige wollte weder den in der Anklage stehenden Namen bestätigen noch mitteilen, wie sein tatsächlicher Name laute, übersetzte eine Dolmetscherin. Anwalt Wilfried Behrendt erklärte für den 34-Jährigen, die „Vorwürfe werden pauschal bestritten. Er hat damit nichts zu tun.“ Axel Holtfort, Anwalt des anderen Angeklagten, ließ verlauten, man „würde sich Gesprächen nicht verschließen“. Es sind 14 weitere Verhandlungstage angesetzt.

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