• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Südafrikaner bringen frischen Wind

09.01.2012

BREMEN Während viele Mitteleuropäer derzeit davon träumen, Sturm und Regen mit einem Trip in den sonnigen Süden zu entkommen, machen es die Musiker der Kapellen aus Korea, Hongkong und Südafrika genau umgekehrt.

Sie besuchen Bremen im ungemütlichen Januar, um vom 26. bis 29. Januar an der 48. Musikschau der Nationen in der ÖVB-Arena dabei zu sein.

Auch Pop wird gespielt

Insgesamt treten rund 600 Musiker bei Europas größtem Blasmusik-Festival in Bremen auf. Sie alle sorgen für Stimmung, nicht nur beim gemeinsamen Finale. Denn wer jetzt an angestaubte Märsche denkt, liegt voll daneben. Vor allem die US-Army-Band ist für ihre Popmusik-Interpretationen bekannt. Da kommt schon mal ein Michael-Jackson-Song aus den Trompeten, Tuben und Saxophonen.

Ein besonderes Highlight der Musikschau ist der Besuch der Jugendmusikgruppe „Izivunguvungu“ der „South African Navy Band“. 20 Jugendliche der „Izivunguvungu Youth Band“ reisen mit ihren Instrumenten und Musikstücken im Gepäck nach Bremen. Was für ein Abenteuer für die jungen Südafrikaner, die bis heute nicht einmal ihre Heimatstadt verlassen haben. Der Bandname bedeutet so viel wie „starker Wind“ – und den werden sie sicherlich auch in der Stadthalle entfachen, wenn sie „Happy Wanderer“ (Das Wandern ist des Müllers Lust) oder „Shosholoza“ (Ein Prosit) anstimmen.

Entwickelt hat das Jugendprojekt Mike Oldham, ehemaliger Leiter der „South African Navy Band“. In diesem Amt entschloss er sich schon vor Jahren, auch einheimische Musiker in das Orchester aufzunehmen, die nicht in militärischer Ausbildung waren – dafür aber die typisch südafrikanische Tradition in die Musik einfließen ließen. Ein Experiment, das bis heute trägt und weltweit Anerkennung findet. Eben durch diese Arbeit mit einheimischen Musikern und den verschiedenen musikalischen Traditionen kam Mike Oldham schnell auf den Bereich Nachwuchsförderung und gründete über die „South African Navy Band“ ein Musikprojekt für Jugendliche, das bis in die Townships Kreise zog.

Begeisterung trägt sie

Schon 2003 erlebte Musikschau-Organisator Rolf Reimers vom Bremer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit Bremer Journalisten in Kapstadt die ersten musikalischen Gehversuche der Jugendlichen.

Die anfängliche Begeisterung haben sie bis heute nicht verloren, sagt Reimers. Er lud Mike Oldham ein, mit einigen seiner jugendlichen Nachwuchsmusiker zur Musikschau zu kommen. Dadurch könne er dokumentieren, welche positiven Kreise das Engagement der „South African Navy Band“ in den vergangenen Jahren gezogen hat. Mike Oldham nahm die Einladung begeistert an. 20 junge, südafrikanische „Izivunguvungu“-Musiker befinden sich in akutem Probe- und Reisefieber – denn bis zum 26. Januar ist es nicht mehr weit.

Außerdem sind bei der Musikschau mit von der Partie: Marinemusikkorps Nordsee, Motorradsportgruppe der Berliner Polizei, die), „The Owl Town Pipe & Drum Band“ (Deutschland), „Musique de l’Arme Blindée Cavalerie“ (Frankreich), Hong Kong Police Band, R.O.K. Navy Band (Korea), „Fanfare Korps Nationale Reserve Koninklijke Landmacht“ (Niederlande), Militärorchester Oberösterreich, US-Army-Band Europe (USA).

Karten für die „Musikschau der Nationen“ vom 26. bis 29. Januar in der Stadthalle gibt es für 18 bis 46 Euro.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.