Bremen - Ein Klebstoff aus Algen, ein Roboter, der ein Geschicklichkeitsspiel löst, und eine Tablettenbox mit eingebautem Gedächtnis – gab es bei den Landeswettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ am Donnerstag zu sehen. Am Nachmittag stand fest, wer am Bundeswettbewerb teilnehmen darf:

Bei der Siegerehrung wurden insgesamt 25 „Jugend-forscht“-Arbeiten ausgezeichnet. Gleich sechs Arbeiten teilten sich den ersten Platz.

Damit dürfen die jungen Erfinder bald am Bundeswettbewerb in Leverkusen teilnehmen. Im Bereich Arbeitswelt überzeugte der 17-jährige Jan Niklas Thielemann vom Technischen Bildungszentrum Bremen-Mitte die Jury. Der Schüler hat eine überwachte Tablettenbox entworfen.

„Die Idee dazu kam mir, als ich ein Wochenende bei meiner Oma war. Da habe ich gemerkt, dass es ihr schwerfällt, regelmäßig ihre Tabletten zu nehmen“, sagte Jan Niklas.

An seinem Stand führte Jan Niklas seine aus Holz geschnitzte Tablettenbox und den dazugehörigen Micro-Controller vor. Sein ausgeklügeltes System registriert anhand von Fototransistoren, wann und ob die Box am jeweiligen Tag geöffnet wurde. „Wenn das nicht der Fall ist – der Patient also seine Tabletten vergessen hat – dann werden die Angehörigen darüber per SMS informiert“, so der 17-Jährige.

Auch Svenja Schwichtenberg (16) und Christina Porwig (18) vom Schulzentrum Rübekamp machten mit ihrem Projekt den ersten Platz im Fachbereich Biologie. Die beiden Mädchen haben einen Klebstoff entwickelt, der aus Algenmasse gewonnen wird. „Im Jahr werden 200 000 Tonnen Klebstoff auf Mineralölbasis hergestellt. Mit unserem Klebstoff ließe sich also einiges an fossilen Ressourcen einsparen“, so Christina.

Ein halbes Jahr lang haben die Schülerinnen an dem Kleber geforscht. „Auch wenn nicht immer alles gleich klappen wollte, hat uns das großen Spaß gemacht“, sagten die Mädchen. Wahre Genies müssen auch drei Schüler vom Kippenberg-Gymnasium sein. Claas Ehmke, Marvin Hindmarsh und Marvin Meister haben einen Roboter entworfen und programmiert, der das Geschicklichkeitsspiel „Teufelstonne“ lösen kann.

Außerdem qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“: Theresa Zeisner im Fachbereich Chemie, Maik Sowinski, Joshua Reiners und Aimeric Malter im Fachbereich Mathematik sowie Alexander Gadomski und Matteo Haupt.