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Große Neuigkeiten aus der Oldenburger Mottenstraße
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Aktualisiert vor 32 Minuten.

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NWZonline.de Region Bremen

Tiertaschen gegen Plastikmüll im Meer

01.07.2017

Bremen Der Schutz der Ozeane liegt ihnen am Herzen: Mit ihrem Projekt „Tasini“ wollen vier Freunde aus Deutschland und Indonesien gegen die Plastikverschmutzung der Meere ankämpfen. Die Wissenschaftler haben eine wiederverwertbare Einkaufstasche aus recyceltem Plastik in Form kleiner Meerestiere entwickelt. Unter ihnen ist Roger Spranz, Doktorand am Bremer Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT).

Qualvoll sterben jährlich Millionen von Meerestieren, weil sie Plastik mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln. Schildkröten etwa halten Plastik für Quallen, Seevögel verfüttern den Kunststoff an ihren Nachwuchs. Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll landen nach Angaben der Wissenschaftler Jenna Jambeck, Roland Geyer und ihren Kollegen jedes Jahr in den Ozeanen. Nur 15 Prozent des Meeresmülls treiben dem Naturschutzbund (Nabu) zufolge an der Wasseroberfläche, 70 Prozent landen auf dem Grund, 15 Prozent erreichen die Küsten. Er ist langlebig und weist im Meer laut Nabu eine Haltbarkeit von bis zu 450 Jahren auf.

Nach Angaben des Bremer Forschungsinstitutes gilt Indonesien als weltweit zweitgrößter Verursacher des Plastikmüllproblems der Ozeane. Rund zehn Millionen Plastiktüten werden hier laut ZMT täglich verbraucht. Vor allem beim täglichen Einkauf in den kleinen indonesischen Gemischtwarenläden, so heißt es, würden sie verwendet und landeten nach Gebrauch oft auf Müllhalden an einem der Strände.

Mit drei Freunden gründete Spranz im vergangenen Jahr die Umweltinitiative „Making Oceans Plastic Free“. Seit 2013 forscht und lebt der Surfer und Meeresliebhaber in Indonesien. Mit von der Partie sind der Biologe und Ethnologe Paritosha Kobbe und der Umweltberater Adith Nugroho. Produkt-Designerin Lia Nirawati kam vor drei Jahren im Rahmen des Projektes dazu. Gemeinsam entwickelten sie eine wiederverwertbare Einkaufstasche aus recyceltem Plastik in Form von kleinen Meerestieren. Ihr Ziel: In Indonesien soll sie die Plastiktüte ersetzen.

Das Design wurde gewählt, um so viele Menschen wie möglich zu motivieren, sie zu nutzen, heißt es. Eine einzige „Tasini“ könne bis zu 400 Plastiktüten im Jahr ersetzen, so die Initiatoren.

Häufig bestehe Umweltschutz darin, den Menschen Pflichten und Verbote aufzuerlegen, so Spranz. „Wir glauben, dass es effektiver und motivierender ist, wenn er den Leuten auch Spaß machen darf.“ Nun sollen die Taschen in Serie gehen. Außerdem wollen die Wissenschaftler eine große Aufklärungskampagne zum Thema Umweltschutz starten.


Mehr Infos unter   www.indiegogo.com/projects/tasini-the-key-to-break-the-plastic-bag-habit 
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