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NWZonline.de Region Bremen

Ausgrabung: Überreste aus der späten Bronzezeit

23.03.2017

Bremen Keramikreste, Scherben, Holzpfähle und Brunnen: Archäologen haben im Zuge von Bauarbeiten für ein Containerdorf für Asylbewerber in Kirchhuchting Überreste aus der späten Bronzezeit gefunden. Diese würden auf eine Siedlung um 800 vor Christi hindeuten, schätzen die Wissenschaftler, die die Funde zudem als „recht bedeutend“ einstufen. Nun gilt es, weitere Stücke auszugraben und zu konservieren – jeder Kontakt mit Sauerstoff ist schädlich.

Vor zehn Tagen legten Bagger die Funde frei, die jedes Archäologenherz höherschlagen lässt. Die Fundstücke lassen auf eine Besiedlung um etwa 800 vor Christi hindeuten und erblickten nach fast 3000 Jahren wieder das Tageslicht. Etwa 60 bis 70 von ihnen konnten die Wissenschaftler bislang aus der Erde bergen, weitere 70 sollen sich noch im Boden befinden, berichtete Dieter Bischop, wissenschaftlicher Referent von der Landesarchäologie Bremen, am Mittwoch.

Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um Spuren einer Siedlung, die auf einer sogenannten Vorgeest gelegen habe, einem Gebiet, das von Wasser umschlossen war, aber trockene Stellen beinhaltet. Im Laufe der Jahrhunderte hätten die Geestinseln nach und nach unter Wasser gestanden, schätzt Bischop ein. Durch die damit verbundenen Überschwemmungen der Äcker zog es die damaligen Altsachsen wohl nach Großbritannien, wo Ackerland fruchtbar war und keine Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöte vorherrschten.

Besonders erstaunlich sei der Fund von Holzbrunnen, so Bischop. Diese seien normalerweise durch Witterungseinflüsse nicht mehr existent, doch allein auf dem Gelände wurden bislang drei an der Zahl gefunden.

Die Arbeiten am insgesamt 120 Wohncontainer umfassenden Areal sollen durch die Ausgrabungen nicht wesentlich beeinträchtigt oder verzögert werden, sagte Schlesselmann. „Vielleicht dauert es eine Woche mehr.“ Zu wichtig seien die Erkenntnisse, als dass man jetzt aufhören könnte, machte Bischop klar. Er erhofft sich weitere Funde.

Bereits 1978 hatten Wissenschaftler auf dem heutigen Firmengelände von ThyssenKrupp Schulte nur etwa 150 Meter entfernt Grabgefäße des zugehörigen Friedhofs entdeckt, die darauf hindeuten, dass die Siedlung rund 1000 Jahre bestand, sagen die Experten.

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