Bremen - Die Hansestadt wird besucht – gerne, häufig und vor allem von Geschäftsreisenden. Fast zwei Millionen Übernachtungen waren es nach Angaben der Handelskammer im vergangenen Jahr. Wenn – wie jetzt – der Bremer Weihnachtsmarkt, der „Schlachte-Zauber“ und ein großer Kongress zusammenkommen, kann es bei den Hotelbetten in der Hansestadt schon mal eng werden.

„In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember waren in Bremen alle Hotelbetten weg“, sagt Maike Lucas, Sprecherin der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) auf Nachfrage. „Da war neben den Märkten auch noch der ,Deluta’-Kongress für deutsche Lohnunternehmer.“ 70 Prozent der Hotelbuchungen kämen von Geschäftsreisenden. „Wenn dann noch viele Privatreisende dazukommen, wird es eng“, sagt Lucas.

Die beiden Märkte, im vergangenen Jahr von stolzen 3,4 Millionen Gästen besucht, dürften daran einen ordentlichen Anteil daran gehabt haben. Immerhin kommen 22 Prozent der Besucher aus dem Ausland.

Einen starken Andrang in der Stadt registriert auch das Swissôtel am Hillmannplatz. „Gerade am ersten und zweiten Adventswochenende ist es sehr voll geworden. Auch das dritte Adventswochenende wurde noch voller als sonst“, sagt Paula Gao vom Marketing des Hotels.

Zur Vollbelegung kommt es, so BTZ-Sprecherin Lucas, mehrmals im Jahr. Dabei ist das Bettenangebot in Bremen schon kräftig gewachsen. „Wir haben zur Zeit 10 000 Betten. Das sind 3000 mehr als vor zehn Jahren“, so Lucas weiter. In absehbarer Zeit kommen noch Betten im „City-Gate“ am Hauptbahnhof hinzu.

Wären noch mehr Hotelbetten gut? „Nein“, sagt Thomas Schlüter, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands in Bremen. „Das Jahr hat 365 Tage und zur Vollbelegung kommt es nur bei vereinzelten Veranstaltungen.“

Mehr Hotels würden zu viel Leerstand verursachen. Da heute meist vorher gebucht wird, komme es praktisch nicht dazu, dass Leute auf der Matte stehen und dann weggeschickt werden müssen.