Bremen - Die Verbraucherzentrale in Bremen hat eine neue „Bio-Liste“ mit Einkaufsquellen für ökologisch erzeugte Lebensmittel in der Hansestadt und der näheren Umgebung veröffentlicht. Sie sei in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk, dem evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ und dem Verein Sozialökologie entstanden, so die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale, Regina Aschmann. Die Liste liegt als Broschüre vor und ist auch im Internet auf der Seite der Verbraucherzentrale zu finden.
Sie enthält Adressen von Bio- und Hofläden sowie von Online-Händlern und Ökomärkten. „Biologisch oder ökologisch bedeutet, dass in der Landwirtschaft keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- oder Düngemittel eingesetzt werden“, sagte Aschmann. Überdies sei die Tierhaltung artgerechter. In der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln seien viele Zusatzstoffe wie etwa künstliche Farbstoffe verboten.
Für die Produktion von Bio-Lebensmitteln gibt es Vorschriften, die EU-weit gelten. Hersteller, die ihre Produkte mit „biologisch“ oder „ökologisch“ kennzeichnen, müssen die Regeln erfüllen. „Begriffe wie ,kontrolliert’, ,ungespritzt’ oder ,integrierter Anbau’ klingen zwar gut, sind aber keine Hinweise auf biologische Erzeugung“, so Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale.
Bio-Lebensmittel seien in der Regel teurer als konventionell erzeugte Lebensmittel, da der Aufwand für ihre Erzeugung, Verarbeitung und Verteilung größer ist. „Während Produkte aus konventioneller Landwirtschaft höhere negative externe Umwelt-Kosten verursachen, haben Bio-Lebensmittel eindeutige Vorzüge hinsichtlich der umweltgerechten Erzeugung und Lebensmittelsicherheit“, sagte Oelmann.
