[VORSPANN] - Bremen/BRemerhaven/KUZ „Denkmalpflege ist unbequem und muss unbequem sein“, sagte Kultur-Staatsrätin Elisabeth Motschmann gestern. „Mahnen und warnen“, das sei die „originäre Aufgabe“ des Denkmalpflegers. Er müsse darauf achten, dass „die Stadt nicht ihr Gesicht verliert“. Anlass der schönen Worte: Die Präsentation des vierten Heftes der Reihe „Denkmalpflege in Bremen“.
Seit 2004 gibt es diese Reihe, in der die Arbeit der Bremer Denkmalpfleger dokumentiert und erklärt wird. Die Bände tragen dazu bei, das Thema Denkmalpflege „in der Stadt aktuell zu halten“, wie Verleger Horst Temmen sagt.
Das Konzept scheint gut zu funktionieren, ein Interesse ist da – die jährliche Erscheinungsweise symbolisiert eine gewisse Kontinuität. Jeder Band, so Bremens Denkmalpfleger Professor Georg Skalecki, hat ein Schwerpunktthema. „Dieses Mal ist es Bremerhaven.“
Eine interessante Wahl – nicht zuletzt, weil das Landesamt für Denkmalpflege gerade damit beschäftigt ist, eine Denkmalliste für die Seestadt zu erstellen. So etwas wurde zuletzt Mitte der 70er-Jahre gemacht. Nun sind einige Denkmale hinzugekommen. Und einiges mehr dürfte noch auf der Liste landen.
Der Kunsthistoriker Uwe Schwartz ist gegenwärtig dabei, die Seestadt „abzuklappern“. Mit dem Fahrrad besucht er jedes Viertel, jede Straße – und schaut sich die Bauwerke an, ordnet sie ein. Anschließend macht er Vorschläge, was noch schutzwürdig sein könnte.
Das bislang jüngste Bremerhavener Kulturdenkmal ist das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM). Mit diesem Thema beschäftigt sich ein Beitrag des neuen Denkmalpflege-Bands. Der Geschichte und der Restaurierung der Museumsbark „Seute Deern“ ist auch ein Beitrag gewidmet.
Mehr Informationen unter www.bremen.de
