Bremen - Die Geburtenrate bei unter 20-Jährigen in Bremen ist leicht rückläufig. Das geht aus Zahlen des Sozialressorts hervor, die auf Antrag der CDU-Fraktion zusammengestellt wurden. Die Entwicklung ist in absoluten Zahlen allerdings eher gering und lässt den Angaben zufolge wenig Rückschlüsse auf einen nachhaltigen Trend zu. So brachten zum Beispiel 2009 die unter 20-jährigen Bremerinnen 141 Kinder zur Welt, 2013 waren es 134.

Drei-Jahres-Studien der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zeigten Bremen 2007 und 2010 mit überdurchschnittlich vielen Teenie-Schwangerschaften, für 2013 liegen noch keine Zahlen vor. Allerdings handelt es sich dabei um Bundesland-Vergleiche, die für Stadtstaaten gerade in sozialen Fragen nur sehr begrenzt aussagefähig sind, heißt es.

Teenager-Schwangerschaften blieben weiter Thema, sagte David Lukaßen vom Sozialressort. Das Ressort qualifiziert Teenager-Schwangerschaften dabei „nicht per se als negative Ereignisse“. In den allermeisten Fällen seien jedoch die persönlichen Voraussetzungen und Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit sich und dem Kind nicht ausreichend gegeben.

Bärbel Möller vom Projekt „Belem“, das die Kinderbetreuung während der Schulzeit der Mütter organisiert, sieht in Bremen ein „großes Netzwerk, auf das junge Mütter zugreifen können, um ihren Alltag mit Kind zu bewältigen“. Einrichtungen wie „Casa Luna“ bieten betreutes Wohnen für minderjährige Mütter an. Ist die Schwangerschaft ungewollt, berät „Pro Familia“ über einen möglichen Schwangerschaftsabbruch. Die Abbruch-Quote ist ein weiterer Indikator für die Häufigkeit von Teenager-Schwangerschaften. Auch diese Zahlen sind in Bremen seit 2009 leicht rückläufig.