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NWZonline.de Region Bremen

Wolfgang-Petry-Musical: Diese Songs gehen „direkt ins Herz“

11.03.2020
Frage: Herr De Pieri, Sie kommen nach Bremen in die Halle 7. Sie haben 2019 für einen Run aufs Metropol-Theater gesorgt. Erinnern Sie sich noch?
De Pieri: Oh, ja. Es war schon schön im Metropol-Theater. Wir hatten uns auf hanseatische Zurückhaltung vorbereitet, wurden dann aber eines Besseren belehrt.
Frage: Macht sich das Publikum bei „Das ist Wahnsinn“ gern mal bemerkbar?
De Pieri: Wir haben ein sehr lebendiges Publikum. Da ist alles möglich. Beim Heiratsantrag am Schluss rufen manchmal Leute, „sag ja“. Wenn ich reinkomme und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih‘n“ singe, singen die Leute manchmal weiter, sodass wir nicht weiterspielen können.
Frage: Was tun Sie dann?
De Pieri: Mir fallen dann immer Sachen ein. Einmal habe ich gesagt: „Leute, ich muss die auch noch zurückgewinnen.“
Frage: Sie sind ja eigentlich ausgebildeter Opernsänger. Was für Anforderungen stellen Petrys – teils rockige – Schlagersongs an Sie?
De Pieri: Ich singe bei der Hälfte der Lieder. Die gehen alle tief los und oktavieren dann. Sie gehen meist über zwei Oktaven. Für einen Mann ist das sehr viel. Die Songs sind sehr energetisch. Bei acht Shows die Woche muss man sich behandeln wie ein Leistungssportler, also gut essen und auch gut schlafen.
Frage: Sie sagen, Petrys Texte haben eine ganz besondere Qualität?
De Pieri: Es sind keine intellektuellen Texte, aber sie gehen direkt ins Herz. Die Texte sind so treffend und ehrlich, dass sie die Leute stark ansprechen.
Frage: Es gibt in der Handlung vier Paare, aber keinen Wolfgang. Wie viel Petry steckt in Peter?
De Pieri: Der Peter geht sehr in seiner Arbeit auf. Auch Petry ging sehr in seinem Job auf. Das hat ihm viel bedeutet. Dazu kommt das wiederkehrende Thema, „tut mir leid, ich hab‘ Mist gebaut“. Vielleicht ist auch das repräsentativ, diese Selbstironie. Peter zündet im Zorn ein Dixie-Klo an. Er folgt seiner verlorenen Geliebten an den Urlaubsort und klettert für sie eine Hotelfassade hoch. Eine impulsive Rolle.
Frage: Mögen Sie das?
De Pieri: Ich mag lustige Rollen gerne und auch energiegeladene Charaktere. Ich mag die Höhen und die Tiefen. Peter macht eine Wandlung durch, von einem Mann, der in seinem Beruf aufgeht, hin zu einem Mann, dem seine Frau und seine Liebe wichtig ist. Er macht zwar auch dumme Sachen, ist aber trotzdem ein liebenswerter Typ.
Frage: Hat sich Ihre Einstellung zur Rolle im Laufe der Aufführungen geändert?
De Pieri: Wir spielen das jetzt im dritten Jahr. Wenn man das jeden Tag spielt, sind die Mindestanforderungen automatisch erfüllt. Man kann sich auf die Feinheiten konzentrieren. Es ist immer auch eine Überraschung dabei. Vera Bolton, die meine Geliebte Sabine spielt, und ich versuchen jeden Abend, das neu miteinander zu erleben und machen so wenig Absprachen wie möglich vorweg. Wir versuchen, dem anderen in die Augen zu gucken und zu erleben, was der gerade fühlt. Das Spiel wird immer vielschichtiger und interessanter. Man nennt das „sich freispielen“.
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