Bremen - Rund 200 Bäume sind markiert auf dem weitläufigen Gelände des Klinikums Bremen-Mitte, die dereinst dem neuen Hulsberg-Viertel werden weichen müssen – und eine Bürgerinitiative (BI) möchte möglichst viele davon retten.

Auf 14 Hektar sollen ab 2019 rund 1000 Wohneinheiten entstehen. „Da wird in den Planungen zu wenig Rücksicht genommen“, sagt BI-Sprecherin Gunhild Stuerwald, die von einem „immensen Verlust an Aufenthaltsqualität“ warnt. „Das ist natürlich ein emotionales Thema“, sagt Florian Kommer von der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG). Aber es sei dem Projekt „nicht geholfen“, wenn nun jeder einzelne Baum gezählt werde. Auch wenn man es hier mit „sehr wertigem Baumbestand“ zu tun habe. Den hat ein Gutachten analysiert, es stammt von 2011.

428 Bäume wurden seinerzeit gezählt, drei Viertel davon galten als „unbedingt erhaltenswert“, 18 Prozent als stark vorgeschädigt oder gar verkehrsgefährdend. Das waren insgesamt 75 Bäume. Heute sind nach Kommers Angaben 30 der 200 Bäume, die gefällt werden sollen, „nicht verkehrssicher“. Bis 2018 – dann soll der Teilersatzneubau des Klinikums fertig sein – gehört das Gelände aber noch der Klinik-Holding Gesundheit Nord. Und die plant nach Angaben eines Sprechers derzeit „keine Fällaktionen“.

Kommer sagt, dass man „viel intensiver“ über die „neue grüne Mitte“ des Hulsbergs-Viertel reden soll.