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NWZonline.de Region Bremerhaven

Ab Juni leben wie die Leuchtturmwärter

18.05.2013

Bremerhaven Einen Empfang gibt es nicht und auch die Betten müssen die Gäste selbst aufschütteln. So spartanisch geht es zu in Deutschlands einsamsten Hotel mitten in der Nordsee. Drei Schiffsstunden von Bremerhaven entfernt steht der mehr als 125 Jahre alte Leuchtturm Roter Sand. Wer hier zwei, drei, fünf oder sechs Tage wohnen möchte, muss mit der Einsamkeit zurechtkommen, denn außer einigen vorbeifliegenden Möwen gibt es kaum Unterhaltung in dem ersten Offshore-Gebäude der Welt. Geschlafen wird in Etagen-Kojenbetten, Verpflegung zur Selbstversorgung und Trinkwasser bringen die Gäste von Land mit.

Allein die Ankunft am Leuchtturm Roter Sand ist schon ein Ereignis. Das Zubringerschiff kann nur anlegen, wenn der Seegang nicht zu kräftig ist. Die Hotelgäste klettern dann über eine sechs Meter hohe Außenleiter zum Leuchtfeuer hinauf. Dessen drei Erker sind begehbar und bieten einen schönen Ausblick auf Meer und Schiffe – vorausgesetzt, es kommen gerade welche vorbei.

Mehrere Jahre stockte der „Linienverkehr“ zum Leuchtturm. Das damalige Zubringerschiff, ein alter Schlepper, musste verschrottet werden. Ab Juni nun steht die „Lev Taifun“ zur Verfügung. Die Bremerhavener Firma Innoven erwarb das 1964 gebaute Schiff im April 2012 für rund 100 000 Euro von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, ließ es für den Verkehr zum Leuchtturm umrüsten. Ab Juni finden die ersten Fahrten statt.


Mehr Infos unter   www.bremerhaven-tourism.de