Bremerhaven - Die Spezialisten der zur Heinrich Rönner Gruppe gehörenden Stahlbau Nord GmbH können einiges. Luxusyachten für gut betuchte Kunden bauen zum Beispiel. Aber Fregatten für die ägyptische Marine gehen auch. Nun also etwas ganz anderes: Segelschiff. Vor der Firmentür an der Labradorstraße in Bremerhaven liegt der Dreimaster „Alexander von Humboldt II“. Und der braucht dringend Hilfe.
Wie berichtet, kollidierte der Großsegler vorigen Montag im Kaiserhafen mit einem dort liegenden Schwimmkran. Dabei knickten mehrere Rahen ein. Die müssen nun von Bord, um entweder repariert oder ersetzt zu werden.
Doch das Lösen vom Hauptmast ist offenbar komplizierter als zunächst vielleicht vermutet. Mehrere Stunden dauerte es, bis der erste Querträger am Haken des BVT-Schwimmkrans „Athlet“ hing und vorsichtig an Land gesetzt werden konnte.
Dort wartete bereits ein motorisiertes, ferngesteuertes Spezialfahrzeug mit Ladefläche. Dieser flache Lkw, mit dem selbst große Schiffsteile bewegt werden können, transportierte die eingeknickte Rahe weiter auf das Firmengelände.
Wie lange es dauern wird, bis die „Alexander von Humboldt II“ wieder in Fahrt kommt, ist noch offen. Ab Oktober ist das Schiff eigentlich fest für mehrere Monate verchartert. Auf die Einnahmen ist der Trägerverein angewiesen und hofft, dass diese Charter auch wirklich, wie geplant, abgewickelt werden kann. Ob das möglich ist, muss sich zeigen.
