Bremerhaven - Die Bilder vom schiefen Molenturm in Bremerhaven gingen im August vergangenen Jahres um die Welt. Alle wollten das havarierte Bauwerk mit der roten Rundkuppel sehen. Inzwischen sind die Planungen für den Neubau einer 290 m langen neuen Nordmole fortgeschritten und damit auch die Planungen für eine Badelagune direkt an der Weser.

Die Schaffung der Lagune wird durch eine Verschwenkung der künftigen Einfahrt in Richtung Norden möglich. Je nach Wasserstand in der Weser entsteht eine Wasserfläche von 1700 bis 2200 Quadratmetern. Dort ist das Baden im Weserwasser dann offiziell erlaubt. Die Installation von Mole und Lagune dauert voraussichtlich zwei Jahre. Laufen die Genehmigungsverfahren ohne größere Unterbrechung, könnte bereits im nächsten Herbst begonnen werden.

Die nach Fertigstellung deutlich breitere Einfahrt in den Geestevorhafen sehen die Besatzungen größerer Schiffe als Vorteil, weil das Navigieren weniger kompliziert sein dürfte.

Verantwortlich für Mole und Lagune ist die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports. Deren Geschäftsführer heißt Robert Howe. Erst vor einigen Tagen erhielt Howe Besuch. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) schaute vorbei, um entsprechende Verträge zu unterzeichnen.

Sie legen unter anderem fest, dass das Land Bremen für die Finanzierung von Mole und Lagune zuständig ist. Im Gegenzug kümmert sich die Stadt Bremerhaven um die Unterhaltung. „Der Wiederaufbau des historischen Molenturms und die Schaffung einer offiziellen Bade-Möglichkeit werden an der Weser eine neue Attraktion darstellen“, zeigte sich der Oberbürgermeister überzeugt.