• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremerhaven

Bordellbetriebe: Lessingstraße schließt wieder auf

12.09.2020

Bremerhaven Aufatmen in Bremerhavens Rotlicht-Bezirk: An der Lessingstraße durften am vergangenen Donnerstag wieder die Koberfenster geöffnet werden, hinter denen die Prostituierten auf Kunden warten. Damit geht für die Liebesdienerinnen eine Zeit großer Verunsicherung zu Ende, denn das Nutzen einer Gesetzeslücke hat sich nur als Notlösung erwiesen.

Angriffe auf Frauen

Wie berichtet, fand das Geschäft mit dem käuflichen Sex in den Privatwohnungen der Prostituierten statt. Die mieteten sie an und verlegten ihr „Betätigungsfeld“ damit weg von den Koberfenster hinein in einen nur wenig geschützten Raum. „Dort ist es leider mehrfach zu Angriffen auf die Frauen gekommen“, bedauerte Bordellbetreiberin Elisabeth Schmitz.

Solche schlechten Erfahrungen sammeln musste zum Beispiel eine 20-jährige Prostituierte aus Ungarn – und das gleich in doppelter Hinsicht. Nachdem ein Kunde gewalttätig geworden sein soll und der Frau Verletzungen an Armen und Beinen zufügte, wurde die Polizei gerufen.

Die nahm nicht nur eine Anzeige wegen Körperverletzung auf, sie gab die Personalien der Ungarin auch dem Bürger- und Ordnungsamt weiter. Und dort ließ man der Frau eine „Anhörung im Bußgeldverfahren“ zustellen. Begründung: „Sie haben eine Dienstleistung als Prostituierte erbracht, obwohl es aufgrund der Corona-Verordnung nicht gestattet ist“. Geahndet werden könne das mit einer Höchstgeldbuße von 25 000 Euro.

„Nicht glücklich“

Elisabeth Schmitz ist darüber nicht glücklich. „Die Frau war in ihrer eigenen Wohnung tätig und das war und ist nicht verboten.“ Außerdem hält Schmitz es für ein ungünstiges Signal an andere Frauen, die künftig zweimal überlegen würden, gewalttätige Kunden bei der Polizei anzuzeigen.

Seit der Freigabe der Prostitution unter Öffnung der Koberfenster dürfte sich dieses Problem aber auch in Bremerhaven weitgehend erledigt haben, denn in den Betrieben selbst, versichern jedenfalls die Inhaber der Häuser, seien die Frauen deutlich sicherer. Auch an der Lessingstraße gibt es einen aufmerksamen Sicherheitsdienst, der stets zugegen ist.

Hygienevorschriften

Derweil haben sich die meisten Bordellbetreiber nach eigenen Angaben auf die strengen Hygienevorschriften der Behörden eingestellt. Zum Beispiel Ali, der die Lessingstraße seit 18 Jahren kennt. „Wir haben sämtliche Auflagen umgesetzt und sehen jeder Kontrolle wirklich gelassen entgegen.“

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
Rufen Sie mich an:
0471 95154216
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.